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Zwei Eimer geborgen
Bergung von explosiven Chemikalien in Bonn macht Fortschritte

Experten entsorgen uraltes explosives Pflanzenschutzmittel
Experten entsorgen uraltes explosives Pflanzenschutzmittel FOTO: dpa, mg
Bonn. Viel Wasser und viel Geduld ist nötig, um das in Bonn entdeckte hochexplosive Pflanzenschutzmittel sicher zu beseitigen. Bisher ist alles gut gegangen.

Die Entsorgung der in Bonn entdeckten Eimer mit explosivem Pflanzenschutzmittel ist am Dienstag zur Hälfte gelungen. Stundenlang hatten Experten der Feuerwehr und Mitarbeiter von Entsorgungsfirmen zwei beschädigte Metalleimer mit Wasser besprüht. 

Am Abend meldete die Stadt einen Erfolg: Die beiden Eimer seien geborgen. Etwa 200 Anwohner konnten wieder in ihre Wohnungen zurück. Die gesamte Bergungsaktion werde bis Donnerstag dauern, sagte ein Stadtsprecher.

"Bei einer Bewegung könnte das Gemisch explodieren"

In einem Schuppen auf seinem Grundstück hatte ein Bonner vier Blecheimer mit dem vermutlich 80 Jahre alten Insektizid gefunden. Weil im Laufe der Jahre durch Korrosion eine hochexplosive Mischung entstanden war, gestaltete sich die Bergung schwierig. "Bei einer Bewegung oder Reibung könnte das Gemisch explodieren", sagte der Sprecher. Der anhaltende Regen habe zu Verzögerungen geführt, weil der Untergrund vor dem Schuppen aufgeweicht sei.

Am Donnerstag sollen auch die beiden vermutlich intakten Eimer geborgen werden. Für diese Zeit müssen die Menschen im direkten Umfeld erneut ihre Wohnungen verlassen.

(lnw)
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