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Gepanschte Medikamente
Bottroper Krebs-Patienten werden nur langsam informiert

Fakten: Die zehn größten Krebs-Mythen und ihre Wahrheit
Fakten: Die zehn größten Krebs-Mythen und ihre Wahrheit FOTO: Shutterstock/ Juan Gaertner
Düsseldorf/Bottrop. In mehr als 60.000 Fällen soll ein Bottroper Apotheker Krebsmedikamente gepanscht und verdünnt haben. Die Information möglicher Betroffener kommt aber nur langsam in Gang. 

Das NRW-Gesundheitsministerium habe ein Auskunftersuchen an die Staatsanwaltschaft gerichtet, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Eine Rückmeldung stehe allerdings noch aus. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte angekündigt, die Adressen der betroffenen Patienten ausfindig zu machen und dafür zu sorgen, dass sie informiert werden. Laut Staatsanwaltschaft ist "eine niedrige vierstellige Zahl" von Patienten betroffen.

Die Ärzte müssten "individuell und eigenverantwortlich" entscheiden, ob und wie sie möglicherweise betroffene Patienten informierten, hieß es im Ministerium. Die Stadt Bottrop habe ihnen dafür alle relevanten Informationen übermittelt.

Der beschuldigte Apotheker sitzt seit Ende November 2016 in Untersuchungshaft. In den nächsten Wochen will das Landgericht Essen über die Zulassung der Anklage und den Prozess entscheiden.

(sef/lnw)
 
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