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Staatsschutz ermittelt
Brandanschläge – Weiter Störung zwischen Leverkusen und Köln

Brandanschläge auf Kabelschächte bei der Bahn
Brandanschläge auf Kabelschächte bei der Bahn FOTO: dpa, pdz
Berlin/Düsseldorf. Nach den Brandanschlägen auf Bahnanlagen in mehreren deutschen Städten läuft der Verkehr an den meisten Orten inzwischen wieder weitgehend reibungslos. In NRW gab es am Morgen noch Probleme zwischen Leverkusen und Köln. Seit Mittag normalisiert sich der Verkehr.

Während die Störungen zwischen Bochum und Dortmund und zwischen Köln und Düsseldorf laut Bahn schon am Montagabend behoben waren, gab es am Dienstagmorgen noch Probleme beim privaten Betreiber National Express. Zwischen Leverkusen-Schlebusch und Köln-Mülheim kam es zu Verspätungen von etwa 40 Minuten und Umleitungen. Betroffen waren die Linien RE7 und RB48. "Die Fernverkehrszüge der DB werden über eine Güterzugstrecke umgeleitet", berichtete Daniel Prüfer, Sprecher von National Express.

Seit Mittag sei die Störungsursache zwar behoben. Der Bahnverkehr müsse sich aber erst wieder einpendeln. National Express bittet Fahrgäste, ihre Reiseverbindung vor der Abfahrt erneut zu prüfen. 

Die Bundespolizei hat die Gleisstrecken in Nordrhein-Westfalen in der Nacht zu Dienstag besonders genau beobachtet. Die Strecken seien unter anderem mit einem Hubschrauber abgeflogen worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Dortmund. Zu den in der Nacht zum Montag verübten Anschlägen gebe es keine neuen Erkenntnisse. Die Ermittlungen dauerten an.

Probleme auch außerhalb von NRW

In Hamburg und Schleswig-Holstein fallen am Dienstag noch die Regionalzüge der Linie RE80 zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Lübeck aus, wie die Bahn am frühen Dienstagmorgen mitteilte. Die Züge der Linie RE81 zwischen Hamburg und Ahrensburg verkehren nur bis Hamburg Rahlstedt. Auf der restlichen Strecke verkehren Busse. In Berlin kommt es auf den S-Bahn-Linien S8, S85 und S9 weiter zu Einschränkungen.

In der Nacht zum Montag hatten Unbekannte in Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig sowie im niedersächsischen Bad Bevensen insgesamt 13 Brandanschläge an Strecken der Deutschen Bahn verübt. In Leverkusen beispielsweise hatten Unbekannte am frühen Montag Kabel an den Gleisen zwischen den Haltestellen Stammheim und Chempark sowie im Bereich des Dhünnwalder Kommunalwegs angezündet. Dadurch ließen sich die Signale nicht mehr stellen. 

Vielerorts kam es zu Verspätungen und Zugausfällen. Ein politischer Hintergrund wurde mit Blick auf den G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg nicht ausgeschlossen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

(lsa/sug/lnw)
 
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