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Schule in NRW beginnt
Daran erkennt man, dass die Ferien vorbei sind

Schule in NRW beginnt: Daran erkennt man, dass die Ferien vorbei sind
Auch das wird wieder kommen: Der tägliche Stau. FOTO: dpa, ve lof fpt
Düsseldorf. Die großen Ferien sind in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch vorbei. Doch wie fährt man Schüler wieder hoch auf Betriebsmodus? Und muss der Wecker wirklich so früh klingeln? Auch die Staus sind wieder am Start.

Ausschlafen, chillen, ins Freibad gehen - damit ist es jetzt wieder vorbei. Die Schüler in Nordrhein-Westfalen sind am Mittwoch deutschlandweit die ersten, für die der Schulalltag losgeht. Danach - am 24. August - folgen Sachsen und Thüringen. Da heißt es, die Lebensgewohnheiten der vergangenen Wochen wieder umzukrempeln.

SCHLAFEN: Plötzlich klingelt der Wecker wieder, jeden Morgen viel zu früh. In der Zeit ohne Unterricht endet die Nacht für viele Schüler erst gegen Mittag. Spätestens eine Woche vor Ende der Ferien sollte der Rhythmus aber wieder umgestellt werden. Sprich: Am Abend geht es Tag für Tag wieder früher ins Bett, damit sich der Schlafrhythmus an die schultypischen Zeiten anpasst. Für Teenager ("Bleib chillig, ich bin noch nicht müde") und Eltern sind Diskussionen vorprogrammiert.

WIE GING DAS NOCH MAL MIT DEM AUFPASSEN? Schüler nach der langen freien Zeit wieder für den Unterricht zu motivieren, ist eine echte Herausforderung für jeden Lehrer. "Vor allem die Jüngeren brauchen da ein bisschen mehr Hinführung", sagt Gymnasiallehrer Ralf Kerstgens aus Münster. Seine Methode: an die Ferien anknüpfen - und das auf Englisch. Zwei Tage vor Schulbeginn bekommen die Schüler von dem 52-Jährigen eine Mail. Wie bitte? Noch in den Ferien? "Nur eine kurze", beschwichtigt Kerstgens. "Sie sollen für die erste Stunde ein Lieblingsfoto aus dem Urlaub mitbringen, eine Muschel oder irgendetwas anderes." So gebe es gleich einen Anknüpfungspunkt, um aus den Ferien langsam in den Unterricht herüberzugleiten.

DIE BLECHLAWINE IST ZURÜCK: Selbst wer arbeiten musste, hat von den Ferien profitiert. Selten sind die Straßen morgens so leer wie im Sommer. Auch damit ist es jetzt vorbei. Nach Angaben der nordrhein-westfälischen Verkehrszentrale in Leverkusen ist es auf den Straßen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes in den vergangenen Tagen schon wieder voller geworden. "Ab Mittwoch wird es dann an der einen oder anderen Stelle knüppelvoll", sagt Leiter Hanno Bäumer. Wie viele Minuten Autofahrer im Schnitt mehr einplanen sollen, lasse sich pauschal nicht sagen.

BAUCH EINZIEHEN IN BUS UND BAHN: Den Fahrgästen in Bussen und Bahnen geht es nicht besser. "Jetzt hat man in der Straßenbahn sechs Wochen lang jeden Morgen bequem einen Sitzplatz gefunden. Ab nächster Woche muss man sich wieder reinquetschen, damit man überhaupt noch mitkommt", sagt eine Frau in Düsseldorf. Einige Verkehrsverbünde setzen aber auch wieder mehr Fahrzeuge ein, weil der Ferienfahrplan endet.

ENDLICH KUNDSCHAFT: Völlig anders ist die Stimmung bei Bäckereien oder Kiosk-Betreibern, die ihren Umsatz vor allem mit den Schülern machen. In Münster, Düsseldorf und anderswo haben einige ihren Laden während der Ferien gleich dicht gemacht. Wenn ab Mittwoch die Schüler wieder Brötchen und Schokoriegel kaufen, läuft das Geschäft wieder rund.

Für Schüler in Niedersachsen, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Baden-Württemberg und in Bayern, dürfte das Ferienende gefühlt hingegen noch ganz weit weg sein. Hier beginnt erst im September das neue Schuljahr. In Nordrhein-Westfalen denkt der eine oder die andere dann vielleicht schon an die Herbstferien.

  

(dpa)
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