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Dortmund
Mann lag zehn Jahre lang tot im Unterholz

Dortmund. Im Juni entdeckten Arbeiter auf einem Schaustellergelände in Dortmund-Marten einen Leichnam in einem Müllsack. Ein DNA-Abgleich hat nun ergeben, dass es sich dabei um einen seit 2005 vermissten Mann aus Ahlen handelt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Körper bereits seit zehn Jahren im Gebüsch gelegen haben muss. Von Markus Plüm

Rund vier Monate nach dem Leichenfund in Dortmund-Marten im Juni, bei dem ein männlicher Körper in einem Müllsack von Mitarbeitern eines Schaustellerbetriebs bei Aufräumarbeiten entdeckt wurde, ist die Identität des Toten geklärt. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, handelt es sich um einen seit zehn Jahren vermissten Mann aus dem westfälischen Ahlen. Das habe ein DNA-Abgleich mit Proben, die 2007 in der Wohnung des Opfers genommen wurden, ergeben. Der damals 23-Jährige war im Februar 2005 verschwunden und kurz darauf von seiner in Paderborn lebenden Mutter als vermisst gemeldet worden.

Weiterhin geht die Staatsanwaltschaft Dortmund davon aus, dass der Leichnam seit zehn Jahren im Unterholz des Schaustellergeländes gelegen haben muss. "Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Ahlener im zeitlichen Zusammenhang mit der Vermisstenmeldung verstorben ist. Die Ermittlungen, insbesondere zu der Frage, wann und warum der Verstorbene nach Dortmund gekommen ist, dauern an", heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft Dortmund. 

Im Juni waren die Ermittler relativ schnell von einem Tötungsdelikt ausgegangen, da der Körper in einem blauen Müllsack entdeckt wurde. Dieser Verdacht habe sich nach der Obduktion des Leichnams erhärtet. Weitere Aussagen zur Identität und zur Liegezeit konnten im Sommer allerdings nicht getroffen werden, denn der Zustand des Leichnams ließ zunächst keine konkreten Aussagen zu. So gingen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass es sich "aller Wahrscheinlichkeit nach um eine männliche Person" handeln müsse.

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