Wegen Öcalan-Bild

Polizei verbietet Kurden-Demo in Dortmund

Am vergangenen Samstag wurden in Düsseldorf Fahnen mit dem Konterfei Öcalans gezeigt. Die Polizei stoppte daraufhin die Demo. FOTO: dpa, mku fdt

Dortmund. Die Polizei hat am Freitag eine geplante Kurden-Demonstration in Dortmund kurz vor deren geplantem Beginn verboten. Die Demonstranten hätten sich geweigert, auf Konterfeis des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan zu verzichten, hieß es.

Da die kurdische Arbeiterpartei PKK in Deutschland als terroristische Vereinigung eingestuft sei, habe die Polizei die Versammlung daraufhin verboten, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit.

Die Polizei hatte bereits in Düsseldorf am 4. November eine kurdische Demonstration gestoppt und aufgelöst, weil Konterfeis von Öcalan gezeigt wurden. Dabei kam es zu Ausschreitungen.

Kurden demonstrieren in Düsseldorf - Polizei schreitet ein FOTO: Bretz, Andreas

Scharfe Kritik kam aus Berlin: Die Entscheidung der Dortmunder Polizei sei ein "beschämender Dienst für den Diktator Erdogan", erklärte die innenpolitische Sprecherin der Linken, Ulla Jelpke. Das PKK-Verbot sei ungerechtfertigt und müsse aufgehoben werden.

Ähnliche Demonstrationen mit dem Öcalan-Bild auf einem Bus hätten in Hamburg, Frankfurt und Berlin stattfinden dürfen. Die Bundesregierung solle endlich ihre "schmutzige Kollaboration mit dem Erdogan-Regime" beenden.

(lsa/lnw)

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