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Wegen eines Schwarzfahrers
Fahrgäste 30 Minuten in der Bahn eingesperrt

Dortmund: Zugtüren bleiben wegen Schwarzfahrer geschlossen
Die Fahrgäste einer Regionalbahn in Dortmund mussten eine halbe Stunde im Zug ausharren (Symbolbild). FOTO: Lammertz, Thomas
Dortmund. Einen solchen Fall hat es bei der Deutschen Bahn bislang wohl noch nicht gegeben: Ein Fahrgast wirft dem Unternehmen Freiheitsberaubung vor, nachdem eine Kontrolleurin rund 30 Minuten lang wegen eines Schwarzfahrers niemanden aus dem Zug ließ und die Türen verschloss.

Das berichten die "Ruhrnachrichten". Demnach ereignete sich der Vorfall am vergangenen Dienstag am Bahnhof in Dortmund-Derne. Ein 17-Jähriger hatte sein Ticket in der Regionalbahn RB 10581 nicht abgestempelt und konnte sich nicht ausweisen. Daraufhin verriegelte die Kontrolleurin in Absprache mit dem Lokführer die Türen, sodass niemand den Zug verlassen konnte. Erst als die Polizei vor Ort war, durften die rund 80 Fahrgäste aussteigen.

Ein Passagier warf der Schaffnerin daraufhin Freiheitsberaubung vor. Der Pendler wollte die Bahn eigentlich verlassen, nachdem sie in Derne nicht weitergefahren war, und den Bus nehmen. Als die Türen nicht aufgingen, sprach der Fahrgast die Kontrolleurin an, diese reagierte jedoch nicht. 

Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte, dass Verhalten sei "nicht ganz glücklich" gewesen und werde intern noch einmal besprochen. 

(seeg)
 
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