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Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer
"Wir müssen das schaffen!"

Flüchtlinge: Das sagen ehrenamtliche Helfer
Flüchtlinge: Das sagen ehrenamtliche Helfer FOTO: RP
Düsseldorf. Unzählige Menschen im Land kümmern sich jeden Tag um die Belange der Flüchtlinge: Sozialarbeiter, Ehrenamtler, Politiker, städtische Mitarbeiter und viele andere mehr. Wir haben mit einigen von ihnen gesprochen. Sie zeigen sich zuversichtlich, dass die Mammutaufgabe zu schaffen ist und sagen: "Es gibt keine Alternative!"

"Wir stoßen langsam an unsere Grenzen. Mehr läuft derzeit nicht", sagt Carlo Hahn, Flüchtlingsbeauftragter bei den Maltesern in Dormagen. Er ist einer von tausenden Menschen, die sich derzeit ehrenamtlich für die Flüchtlinge in NRW engagieren. Menschen wie Carlo Hahn opfern ihre Zeit und ihre Kraft für die Asylsuchenden. Viele von ihnen sind mittlerweile am Limit.

Aufgeben wollte von den Helfern, mit denen unsere Redaktion gesprochen hat, dennoch keiner. "Ob wir es schaffen, ist nicht die Frage. Es gibt keine Alternative, wir müssen es schaffen", sagt zum Beispiel Michaela Neisser, Ansprechpartnerin für Besondere Soziale Dienste in Hilden. Vergangene Woche hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Flüchtlingskrise vor dem Europaparlament als "Bewährungsprobe historischen Ausmaßes" bezeichnet. Gleichzeitig betont die Kanzlerin immer wieder, dass die Deutschen diese Bewährungsprobe meistern können. Diese Meinung teilen auch die ehrenamtlichen Helfer, mit denen unsere Redaktion gesprochen hat.

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Bei aller Zuversicht gibt es aber auch Punkte, an denen sich die Ehrenamtler Verbesserungen wünschen. "Ich würde mir mehr flexible und unkonventionelle Lösungen für langfristig nutzbare Unterkünfte und günstigen Wohnraum wünschen", sagt zum Beispiel Miraiam Koch, Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Düsseldorf. Patrick Depuhl, ehrenamtlicher Helfer in Alpen, wünscht sich, dass mehr Bürger aktiv werden und einen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge leisten. "Viele werden merken, dass es eine Bereicherung ist. Man guckt nicht nur nach oben und sieht, was man nicht hat, sondern auch, wie gut es einem selbest geht", sagt er.

In unserer Bilderstrecke lesen Sie, was zehn ehrenamtliche Helfer aus NRW zur Flüchtlingskrise sagen.

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(lsa)
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