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Nach Autounfall
Eifel: Verletzter wartet acht Stunden auf Hilfe

Skurriles aus den Polizeimeldungen
Skurriles aus den Polizeimeldungen FOTO: RPO
Hellenthal. Nach einem Autounfall am Sonntagabend in Hellenthal, bei dem sich ein Auto mehrfach überschlagen hatte, musste der Fahrer mehr als acht Stunden auf Rettung warten. Erst am nächsten Morgen wurde er gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Von Marcel Romahn

Der Polizei gibt der Unfall in der kleinen Gemeinde bei Euskirchen Rätsel auf. Der 54-jährige Fahrer war mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und die Böschung heruntergerutscht. Anschließend habe sich das Fahrzeug mehrfach überschlagen und blieb weit abseits der Straßen auf dem Dach liegen. "Der Mann war jedoch nur leicht verletzt und hätte sich problemlos selbst befreien können", sagte ein Polizei-Sprecher unserer Redaktion. "Ich verstehe nicht, warum er da so viele Stunden in seinem Fahrzeug geblieben ist."

Erst am nächsten Morgen gegen 5 Uhr trafen die Rettungskräfte am Unfallort ein. Auf die Beamten habe der Fahrer ein "leicht verwirrten Eindruck" gemacht. Alkohol habe der Bluttest nicht nachweisen können. "Auf die Ergebnisse der Drogen-Tests warten wir noch", so der Polizei-Sprecher. 

Auf den abgelegenen Waldstrecken der Eifel kommt es laut Polizei häufiger vor, dass Verunglückte mehrere Stunden auf Rettung warten müssen. "Wenn die Betroffenen uns nicht selbst kontaktieren können, müssen sie darauf warten, von Vorbeifahrenden entdeckt zu werden", sagte der Polizei-Sprecher. "Es gibt einige Fälle, bei denen wir erst nach zwei oder drei Stunden vor Ort sein konnten." Mehr als acht Stunden, das sei jedoch bislang glücklicherweise ein Einzelfall.

 

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