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Polizei in NRW
Einbruchsradar fängt keine Verbrecher

Polizei in NRW: Einbruchsradar fängt keine Verbrecher
Der Einbruchsradar für Wuppertal. Bald gibt es Karten dieser Art für das ganze Land. FOTO: NW008101
Meinung | Düsseldorf. Ab April will die Landesregierung im Internet noch aktueller über die Anzahl und die genauen Orte der Wohnungseinbrüche in NRW informieren. Doch dieser neue Einbruchsradar ist ein Marketing-Gag. Von Thomas Reisener

Die bloße Veröffentlichung dieser Informationen wird viel zur Verunsicherung der Bevölkerung beitragen. Aber sie wird keinen einzigen Einbruch verhindern. Wenn überhaupt, kann nur die Polizei mit dem schnellen Wissen über neue Einbruchs-Schwerpunkte etwas anfangen. Und die hat diese Erkenntnisse schon längst.

Aber was sollen die Bürger damit anfangen? Sich bewaffnen? Oder ihre Häuser nicht mehr verlassen? Oder – umgekehrt – das Weite suchen, weil in der Nachbarschaft häufiger eingebrochen wird?

So hebeln Einbrecher ein Fenster in 30 Sekunden auf

Das einzige, was Bürger angesichts der dramatischen Entwicklung bei den NRW-Wohnungseinbrüchen tun können, ist die Verbesserung des passiven Einbruchsschutzes: Zusätzliche Schlösser, Alarmanlagen, Sperrriegel. Die Polizei berät. Den Rest muss die Polizei schon selbst erledigen. Dafür muss sie von überflüssigen Aufgaben entlastet werden, die unnötig Kräfte binden - wie zum Beispiel die Einführung eines wöchentlichen Einbruchsradars.

Quelle: RP
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