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Täter weichen nach Norden aus
Zahl der Einbrüche in NRW sinkt deutlich

So schützen Sie Ihr Haus vor Einbrechern
So schützen Sie Ihr Haus vor Einbrechern FOTO: dpa, Robert Schlesinger
Düsseldorf. Einbrecher schlagen in Nordrhein-Westfalen deutlich seltener zu. Es zeichne sich für 2017 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 25 Prozent ab, sagt der neue Chef des Landeskriminalamts Frank Hoever. Er rechnet damit, dass die Zahlen weiter sinken.

"Das ist ein wirklich schöner Erfolg. Wir kommen aber auch von einem relativ hohen Niveau." Bereits 2016 war die Zahl der Einbrüche um 16 Prozent zurückgegangen - von 62.400 Fällen im Jahr 2015 auf 52.600 Fälle.

Es gibt laut Hoever von Europol Zahlen und Hinweise, dass die Täter inzwischen nach Norden in die skandinavischen Länder ausweichen. Dazu dürfte der hohe Kontroll- und Fahndungsdruck in NRW beigetragen haben, aber auch die immer bessere Sicherung der Wohnungen, was sich in einem steigenden Anteil von gescheiterten Einbruchsversuchen widerspiegele.

Einrecherbanden haben NRW regelrecht abgegrast

Das bedeuten die Gaunerzinken FOTO: RP-Grafik

Der Anteil der nichtdeutschen Verdächtigen stieg den Angaben zufolge. Überwiegend seien dies Südosteuropäer, etwa Rumänen, Serben und Albaner. NRW wurde laut Hoever in den vergangenen Jahren von überregional aktiven Einbrecherbanden regelrecht abgegrast - von den großen Städten über die ländlichen Regionen.

Es seien mobile Intensivtäter am Werk, von denen die Polizei inzwischen 400 namentlich kenne. "Wir hatten Festnahmen in Belgien, da wurden Einbrecher mit Beute aus Einbrüchen in Bayern und NRW gefasst. Ich bin selbst zwei Mal Opfer geworden. Meine Frau war mit dem Hund eine halbe Stunde raus und da war es schon passiert", sagt Hoever. "Der Familien-Goldschmuck und das Parfüm sind weg. Tablets und iPhones haben die Einbrecher dagegen liegen gelassen."

Einer der Einbrüche sei aufgeklärt worden: "Der Einbrecher hat sich verletzt und Blut auf dem Parkett hinterlassen", sagt Hoever. Über die Täter-DNA sei der Fall gelöst worden. Er habe danach aufgerüstet. "Vor der Terrassentür habe ich jetzt ein Gitter und aus zwei Flügelfenstern ist ein großes Fenster geworden. Und meinem Hund habe ich gesagt, er soll besser aufpassen. Das waren bei mir die Schwachpunkte."

LKA-Chef Frank Hoever (Archivbild). FOTO: dpa / Caroline Seidel
(lnw/see)
 
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