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Aachen
Countdown für den Erdbeben-Ernstfall

Kinder üben für Erdbeben-Katastrophe
Kinder üben für Erdbeben-Katastrophe FOTO: dpa, wst
Aachen. Mitten im Unterricht bringen sich Hunderte Schüler in Deckung - es ist Erdbeben-Übung an einer Schule. Diese hat einen durchaus ernsten Hintergrund. Denn auch in NRW könnte ein Beben erhebliche Auswirkungen haben. 

Erdbeben-Übung in einer Aachener Schule: "Was würdet Ihr tun, wenn es in 5,4,3,2,1 ein Erdbeben gibt", zählt eine Stimme den Fall der Fälle durch die Lautsprecher in den Klassen herunter. Mitten im Unterricht tauchen die Schüler fast lautlos unter die Tische ab, Hände und Arme schützend über Kopf und Nacken - so wie sie es vorher in der Aula gelernt hatten. Runter, Deckung, Warten.

Rund 500 Schüler haben am Donnerstag bei einer Erdbebenübung im Aachener Einhard-Gymnasium mitgemacht, dem nach Angaben der RWTH Aachen ersten "Shake-Out Day" in Deutschland. Dabei üben Menschen weltweit in Erdbebengebieten, wie sie sich schützen können.

In Aachen war die Übung Abschluss einer Kooperation zwischen der Schule und Geowissenschaftlern der Uni. Die Übung hat einen ernsten Hintergrund: Die Erdbebengefahr ist nach Angaben von Fachleuten in Nordrhein-Westfalen im internationalen Vergleich zwar mäßig. Aber ein Erdbeben mit einer Stärke von 6,5 bis 7 halten sie in der Rheinischen Bucht für durchaus möglich. Das stärkste jemals mit Messinstrumenten registrierte Beben in Nordwesteuropa war 1992 das "Roermond-Beben" am 13. April 1992 mit einer Stärke von 5,9 auf der Richterskala - und starken Auswirkungen in die Aachener Region und darüber hinaus.

 

(dpa)
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