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Einsatz in Warburg
Ermittlungen gegen Polizisten nach Einsatz in Flüchtlingsheim

Warburg . Ein Polizeieinsatz in einer Flüchtlingsunterkunft ist offenbar aus dem Ruder gelaufen. Jetzt wird gegen drei Polizisten ermittelt. NRW-Innenminister Jäger ist verärgert.

Die Entgleisungen seien nicht akzeptabel.

Die Polizisten sollen sich verbale und körperliche Auseinandersetzungen mit Flüchtlingen geliefert haben. Das Polizeipräsidium Bielefeld prüfe, ob ihnen ein strafrechtlicher Vorwurf zu machen sei, teilte die Staatsanwaltschaft Paderborn am Freitag mit.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) kritisierte die Beamten. Ein Disziplinarverfahren sei eingeleitet. "Es wird nichts unter den Teppich gekehrt", versicherte Jäger.

"Die verbalen Entgleisungen sind nicht akzeptabel"

Zu dem Vorfall war es nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am 9. März gekommen. Nach einem Bericht des WDR-Magazins "Westpol" zeigt ein Video Übergriffe der Beamten auf eine Frau und ihren zwölfjährigen Sohn. Hintergrund soll ein geplanter Umzug der Familie in eine andere Unterkunft sein.

"Die in dem Video dokumentierten verbalen Entgleisungen sind nicht akzeptabel", sagte Jäger laut Mitteilung. Es sei Aufgabe jedes Polizisten, "auch in problematischen Einsatzsituationen stets die Lage und sich selbst im Griff zu haben". Darauf müssten die Menschen sich verlassen können.

 

(dpa)
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