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Vater nach Streit um Auflauf fast totgefahren
Sohn muss für vier Jahre ins Gefängnis

Dezember 2015: Sohn überfährt Vater in Essen
Dezember 2015: Sohn überfährt Vater in Essen FOTO: ANC-News
Essen. Nach einem Streit um einen Nudelauflauf hat ein Mann aus Essen fast seinen Vater totgefahren. Für die Tat  muss er nun ins Gefängnis. Das Essener Landgericht hat den 22-Jährigen am Mittwoch zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

Weil ihm der von seiner Mutter zubereitete Nudelauflauf nicht kross genug war, hatte sich der Angeklagte ins Auto gesetzt, um aus Protest zu einem Fast-Food-Restaurant zu fahren. Als ihn sein Vater daran hindern wollte, gab der 22-Jährige Gas. Der 56-Jährige wurde vom Auto erfasst und schwer verletzt. Anschließend war der Vater von seinem Sohn auch noch getreten worden. Das Urteil lautet auf versuchten Totschlag.

Im Prozess vor dem Essener Landgericht hatte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Nach seinen Angaben war die Tat vor sechs Monaten die Folge jahrelanger Demütigungen und Bestrafungsaktionen durch den Vater, der ihn sogar vor Mitschülern geschlagen habe. Im Prozess hatte der 22-Jährige allerdings versichert, dass er seinen Vater keinesfalls töten wollte. Genau das sahen die Richter jedoch etwas anders: Der Mann habe den Tod des Vaters zumindest in Kauf genommen.

Richter Andreas Labentz sprach von einem "völlig nichtigen Anlass". Laut Urteil haben sich Vater und Sohn inzwischen wieder versöhnt.

 

(lnw)
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