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Kurioser Automat in Essener Einkaufszentrum
Champagner auf Knopfdruck

Essen: Im Einkaufszentrum Limbecker Platz gibt es jetzt einen Champagner-Automaten
Erfinder Hüseyin Murat neben seinem Champagner-Automaten. FOTO: Hüseyin Murat
Essen. Seit vier Monaten steht er im Einkaufszentrum "Limbecker Platz" in Essen und befriedigt den Durst auf gut gekühltes Luxus-Prickelwasser: der erste Champagner-Automat Deutschlands. Erfunden hat ihn der Oberhausener Hüseyin Murat. Von Birte Köppen

Am Automaten gibt es normalerweise Cola, Wasser, vielleicht auch eine Apfelschorle. Aber Champagner? Doch, den gibt es jetzt auch. Und zwar gekühlt und ständig verfügbar im Essener Einkaufszentrum "Limbecker Platz". Hier bekommt man im Untergeschoss "Moët & Chandon" beziehungsweise "Veuve Clicquot". Bezahlt wird die Luxus-Brause in bar, eine Alterskontrolle findet über den Personalausweis statt und funktioniert wie an einem Zigarettenautomaten. 

Herr Murat, wie kamen Sie auf die Idee, einen Champagner-Automaten zu erfinden?

Hüseyin Murat Meine Frau und ich arbeiteten jahrelang in der Gastronomie und hatten dort auch immer mit Champagner zu tun. Aber Champagner bekommt man nicht an jeder Ecke. Wenn man draußen unterwegs ist, kann es schon einmal schwierig werden, eine Flasche aufzutreiben – vor allem eine gekühlte. Eines Abends haben wir eine Dokumentation über Amerika gesehen – dort gibt es alles Mögliche in Automaten!

Wie ging es danach weiter?

Murat Mit der Firma "Moët Hennessy" haben wir einen guten Kooperationspartner gefunden. Und auch unser Automatenhersteller aus Bochum ist eifrig mit im Boot, zieht bei unseren Ideen mit und hat interessante Vorschläge. Wir haben ein Patent auf den Automaten und wollen darum auch noch weiter machen.

Wie kommt ihre Idee bei den Kunden an? 

Murat Wir bekommen ein durchweg positives Feedback. Auch "Moët Hennessy" sind zufrieden mit den Absatzzahlen.

Welche Pläne gibt es für die Zukunft?

Murat ECE (der Betreiber der Shopping-Mall "Limbecker Platz" und 198 weiterer im In- und Ausland, Anm. d. Redaktion) ist begeistert von unserer Idee. 2017 gehen wir darum mit ihnen gemeinsam einen Schritt weiter und wollen in jedem Quartal 25 neue Automaten aufstellen. Ende des Jahres sollen dann 150 Champagner-Automaten deutschlandweit betrieben werden. Das Gerüst dafür steht bereits, jetzt muss nur noch der bürokratische Teil zu hundert Prozent festgezurrt werden.

Die Idee scheint also zu fruchten. Denkt man da schon über die nächsten Automaten nach? Vielleicht über einen, der gekühltes Bier anbietet?

Murat Ich selbst mag kein Bier, aber über Sekt könnte man einmal nachdenken. Zunächst geht aber alle Kraft und Konzentration in das Champagner-Projekt. Dann kann man weiter schauen.

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