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Hauptbahnhof in Essen
Jugendliche verwüsten Tchibo-Filiale - ein Verletzter

Syrer verwüsten Tchibo-Filiale in Essen
Syrer verwüsten Tchibo-Filiale in Essen FOTO: Bundespolizei
Essen. Eine Gruppe junger Syrer hat am Essener Hauptbahnhof zwei Ladendetektive angegriffen und einen verletzt. Außerdem randalierten sie in einer Tchibo-Filiale und verwüsteten die Einrichtung. 

Zivilfahnder alarmierten am Sonntag um 18.41 Uhr die Wache der Bundespolizei im Hauptbahnhof über eine größere Auseinandersetzung in der Tchibo-Filiale. Die Polizei rückte mit mehreren Beamten an. Sie nahmen insgesamt sieben syrische Staatsangehörige fest, alle zwischen 13 und 18 Jahren, berichtet die Polizei. 

In den Geschäftsräumen waren zahlreiche Verkaufsständer umgeworfen und zum Teil zerstört worden. Zudem lagen die Waren auf dem Boden. Die Mitarbeiterinnen der Filiale seien sichtbar geschockt gewesen und hätten kaum Angaben zu dem Vorfall machen können, so die Polizei.

Die beiden Ladendetektive aus Essen und Mülheim sagten, dass ihnen die Gruppe bereits zuvor im Hauptbahnhof aufgefallen war. Dort seien die Jugendlichen mit einer Frau zunächst in Streit geraten. Die Detektive sagten, die Gruppe habe offenbar gezielt Streit gesucht. Sie hätten die Jugendlichen deshalb gebeten, sich ruhig zu verhalten. Daraufhin seien sie angegriffen worden. 

Die Auseinandersetzung habe sich dann in die Tchibo-Filiale verlagert, wo die Syrer nach Zeugenaussagen Teile der Regale herausgerissen und zum Angriff auf ihre beiden Opfer genutzt hätten. Zivile Taschendiebstahlsfahnder der Bundespolizei wurden auf die Lage aufmerksam, schritten ein und informierten weitere Einsatzkräfte. Der 26-jährige Ladendetektiv aus Essen wurde durch die Angriffe verletzt und kam ins Krankenhaus.

Bei der Durchsuchung der Jugendlichen fanden die Beamten im Schuh eines 14-Jährigen ein sogenanntes Winzermesser. Ob das Messer zum Einsatz kam, ist noch unklar, berichtet die Polizei. Die Bundespolizei sicherte Videosequenzen, die nun ausgewertet werden. Alle Festgenommenen konnten laut Polizei kein oder nur wenig Deutsch sprechen. Bis auf einen 14-Jährigen, der aus Preußisch Oldendorf stammt, kommen alle Tatverdächtigen aus Mülheim an der Ruhr.  

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Gegen alle Beteiligten leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch ein. Die Tchibo-Filiale bleibt vorerst geschlossen.

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