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Gewaltverbrechen in Essen
Leiche von 76-Jährigem in Regenfass gefunden

Essen: Leiche von 76-Jährigem in Regenfass gefunden
FOTO: dpa, rwe tba
Essen. Die Polizei hat die Leiche eines 76-jährigen Rentners in einem Regenfass in dessen Garten in Essen gefunden. Der Mann war seit Ende Juli vermisst worden. Zwei Verdächtige der Gewalttat wurden bereits festgenommen.

Ein seit Ende Juli als vermisst gemeldeter 76-jähriger Rentner ist tot. Die Essener Polizei hat die Leiche des Mannes am Donnerstagabend in einem Regenfass in dessen eigenem Garten gefunden. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei am Freitag auf Anfrage. Man gehe von einem Gewaltverbrechen aus und habe bereits zwei Tatverdächtige aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Opfers festgenommen, sagte der Sprecher weiter. "Dabei handelt es sich um ein Pärchen, Mann und Frau, die beide 51 Jahre alt sind."

Bereits seit Ende Juli war der Rentner vermisst, nachdem sich eine Nachbarin Sorgen um seinen Verbleib gemacht hatte. Eine Spur gab es lange nicht. "Am Donnerstag haben wir dann aber Hinweise auf ein Verbrechen erhalten und daraufhin das Haus des Mannes und seinen Garten durchsucht und dabei das Regenfass in einer Sickergrube entdeckt", sagte der Polizeisprecher.

So habe es unregelmäßige Bewegungen auf dem Konto des Rentners gegeben: Ein Mann habe am Donnerstag bei einer Bank Geld mit der EC-Karte des Vermissten abgehoben und wurde dabei von der Überwachungskamera aufgenommen. Später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen Nachbarn aus dem Haus des Rentners im Stadtteil Stadtwald handelte. Der Nachbar und seine Frau wurden daraufhin festgenommen.

Über die Todesursache und die möglichen Motive für eine Gewalttat konnte die Polizei am Freitag noch keine Angaben machen. "Dafür wäre es viel zu früh. Die Leiche des Mannes ist nun in die Rechtsmedizin gebracht worden und wird untersucht", so der Polizeisprecher.

(lai)