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Mord unter Flüchtlingen
Syrer zu lebenslanger Haft verurteilt

Essen. Der Angeklagte soll seinem schlafenden Landsmann im Dezember vergangenen Jahres den Schädel mit einem Glasaschenbecher eingeschlagen haben. Der Syrer wurde nun zu lebenslanger Haft verurteilt.

Nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Flüchtlings ist ein 31-jähriger Syrer am Montag wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Essener Schwurgericht ist überzeugt, dass der Angeklagte seinem schlafenden Landsmann in der Nacht auf den 3. Dezember 2016 mit einem Glasaschenbecher den Schädel eingeschlagen hat.

Außerdem wurde der 23-Jährige mit einem Schal gewürgt. Er starb an den Folgen schwerster Hirnverletzungen. Hintergrund der Tat sollen 200 Euro Schulden gewesen sein, die der Angeklagte nicht zurückzahlen konnte. Er selbst hatte im Prozess behauptet, gar nicht am Tatort gewesen zu sein. Überzeugen konnte er die Richter aber nicht.

Die beiden Männer hatten sich auf der Flucht von Syrien nach Deutschland kennen gelernt. Der 32-jährige Angeklagte, der weder lesen noch schreiben kann, soll immer wieder von seinem jüngeren Landsmann unterstützt worden sein - finanziell und sprachlich. Auch in der Tatnacht hatte er bei dem 23-Jährigen übernachten dürfen.

(veke/lnw)