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Fahndung im Ruhrgebiet
Gruppe junger Männer soll mehrere Mädchen vergewaltigt haben

Essen und Gelsenkirchen: Vergewaltigung von jungen Mädchen
Kriminaloberkommissarin Milva Schonhauer (v.l.), Kriminalhauptkommissar Ulrich Schmitz und Oberstaatsanwältin Anette Milk informierten in Essen über die Taten. FOTO: dpa, cas lof
Essen. Mehrere junge Männer sollen in Essen und Gelsenkirchen Mädchen weggelockt haben, um sie zu vergewaltigen. Drei der mutmaßlichen Täter sitzen in Untersuchungshaft. Nach einem weiteren Verdächtigen fahndet die Polizei mit einem Foto.

Polizei und Staatsanwaltschaft informierten am Mittwoch in einer Pressekonferenz über die brutalen Taten. Fünf 16 bis 23 Jahre alte Männer sollen die Mädchen unter einem Vorwand in abgelegene Gegenden gelockt haben, um sich sexuell an ihnen zu vergehen. Die Täter hätten die Opfer unter "massiven Druck" gesetzt. Die Ermittler werfen den Verdächtigen unter anderem Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vor. 

Drei Verdächtige im Alter von 19 bis 23 Jahren sitzen bereits in Untersuchungshaft. Ermittelt wird auch gegen einen 16-Jährigen, der wegen seines Alters aber nicht in Untersuchungshaft sitzt. Nach einem weiteren Verdächtigen fahndet die Polizei. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0201/829-0 entgegen. 

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Der Polizei sind vier Fälle bekannt, in denen sich die Täter an Mädchen vergangen haben sollen. Drei Opfer (jeweils im Alter von 16 Jahren) sind bekannt. Die Fahnder gehen davon aus, dass die Gruppe für weitere Sexualstraftaten verantwortlich ist. Laut Polizei soll nicht immer jeder Täter bei jeder Tat dabei gewesen sein.

Die mutmaßlichen Täter sollen über soziale Netzwerke oder Bekannte Kontakt zu den Mädchen aufgenommen haben. Die Vorgehensweise sei stets ähnlich gewesen: Zunächst habe sich ein junger Mann der Gruppe mit dem jeweiligen Mädchen getroffen. Dann seien weitere Männer dazugekommen. Mit einem Auto sei man gemeinsam durch die Stadt gefahren, bevor es an einem entlegenen Ort wie einem Waldstück zu den Sexualstraftaten gekommen sei.

Immer seien vier junge Männer daran beteiligt gewesen. Die Tatorte waren demnach Gelsenkirchen und Essen. Alle drei der Polizei bekannten Opfer erstatteten Anzeigen.

(sef/lsa/lnw)