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"Grubengold"
Essener Café verkauft schwarzes Eis mit Kohle

"Grubengold": Essener Café verkauft schwarzes Eis mit Kohle
Susanne Scholz-Weigl präsentiert in ihrer Eisdiele in Essen eine Kugel Eis mit dem Namen "Grubengold". FOTO: dpa, ve jhe
Essen. An einem Stück Kohle schlecken? Nicht ganz, es ist schon echtes Eis, das "Grubengold" vom Eiscafé Bertram in Essen-Kray. Doch neben Sahne und Vanille ist eben auch Kohle drin. 

Dieses Grubengold ist zartbitter, vanillig und vor allem: schwarz. Wie echte Kohle halt. Grubengold nannte man früher die Steinkohle. Und seit ein paar Jahren auch eine Speiseeissorte der besonderen Art in Essen-Kray, wo auch Atze Schröder seinen Kiosk hat, zumindest in der Fernsehserie. Susanne Scholz-Weigl vom Eiscafé Bertram hat die Sorte erfunden. 2010 war das und erstmal als Gag.

Doch es kam an. "Das ist dann ziemlich schnell ins Standardsortiment eingegangen", erzählt die 43-Jährige am Dienstag. "Viele sind skeptisch und sagen dann: Es schmeckt doch ganz lecker."

Und jetzt die Enttäuschung: Echte Steinkohle aus dem Ruhrgebiet ist da gar nicht drin. Aber medizinische Kohle, die aus Pflanzen hergestellt wurde. Die Zutat bekomme sie von einem Lieferanten, fertig vorgemischt.

Auch in einem Eisbecher findet das tiefschwarze Eis Verwendung: "Miners-Becher" heißt er, mit Erdbeeren, Sahne, Schokosoße und Knisterzucker. Das zielt auf die Frauen-Football-Mannschaft "Bochum Miners" gemeint, in der Scholz-Weigl mal ein Jahr mitgespielt hat. Die Vereinsfarben: Schwarz, Rot, Weiß. Ein "Grubengold-Becher" ist aber auch schon in Planung.

 

(lnw)
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