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Anschlag auf Essener Sikh-Tempel
20-Jähriger aus Münster im Visier der Polizei

Terror-Anschlag: Explosion auf Sikh-Hochzeit in Essen
Terror-Anschlag: Explosion auf Sikh-Hochzeit in Essen FOTO: ap
Essen/Münster. Nach dem Sprengstoffanschlag auf einen Sikh-Tempel im April in Essen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Islamisten aus Münster. Der Mann wurde bereits Ende März verhaftet. 

Der 20-Jährige stehe im Verdacht, an der Vorbereitung beteiligt gewesen zu sein, teilte die Staatsanwaltschaft Münster am Montag mit. Wegen der Tat sitzen bereits zwei 16-Jährige und ein 17-Jähriger in Untersuchungshaft.

Festgenommen wurde der nunmehr vierte Inhaftierte aber bereits am 27.
März - also noch vor dem Anschlag. Seine Mutter hatte die Polizei eingeschaltet, weil sie befürchtete, dass ihr Sohn nach Syrien ausreisen würde, um sich der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen. Deshalb hatte ein Richter einen Haftbefehl erlassen.

Den anschließenden Ermittlungen zufolge soll der Mann Anfang des Jahres bei Probe-Explosionen auf einem verlassenen Zechengelände bei Gelsenkirchen dabei gewesen sein. Der Münsteraner streitet die Vorwürfe ab. Trotzdem sei der Haftbefehl inzwischen um den Vorwurf der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erweitert worden, hieß es.

Bei dem Anschlag waren drei Menschen verletzt worden.

(dpa)
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