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Kaarst/Wuppertal
Fall Daniel D.: Täter steht erneut vor Gericht

Kaarst/Wuppertal. Im Fall des getöteten Daniel D. hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal Anklage wegen Anstiftung zur Falschbeurkundung im Amt gegen den bereits wegen Totschlags verurteilten Cousin des Opfers erhoben. Der 29 Jahre alte Sportlehrer muss jetzt mit einer Gesamtfreiheitsstrafe von mehr als zehn Jahren rechnen.

Hinter dem Anstiftungsvorwurf steckt eine Studienlüge, in der die Staatsanwaltschaft Düsseldorf seinerzeit ein mögliches Tötungsmotiv sah. Beweisen ließ sich das im Prozess aber nicht, auch, weil der Angeklagte zu seinen Beweggründen bis heute schweigt.

Auf seinem Computer fanden die Ermittler Hinweise darauf, dass sich der Langzeitstudent gefälschte Studienbescheinigungen erschlich. Eine 47 Jahre alte Dozentin der Universität Wuppertal hatte sie ihm gegen Sex beschafft. Dabei, sagt Staatsanwalt Baumert, sei die Initiative eindeutig vom Angeklagten ausgegangen. Weil sich die Frau komplett geständig gezeigt habe, sei das Verfahren gegen sie gegen Zahlung von 10 000 Euro Geldauflage eingestellt worden, sagt Staatsanwalt Baumert. Ihren Job an der Uni ist die 47-Jährige los.

(juha)
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