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Feldhamster sterben in NRW aus
Die letzten ihrer Art leben in Zülpich

NRW-Umweltbericht 2013: Diese Tiere sind vom Aussterben bedroht
NRW-Umweltbericht 2013: Diese Tiere sind vom Aussterben bedroht FOTO: dpa, Rolf Haid
Düsseldorf. Der Feldhamster ist in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedroht. Naturschützer konnten nur 50 der Nagetiere registrieren - alle leben in Zülpich. Daher fordern sie ein Zuchtprogramm und Biotope für die kleinen Nagetiere.

Auf den Äckern in Nordrhein-Westfalen leben fast keine Feldhamster mehr. Nur bei Zülpich könnten noch etwa 50 der kleinen, gefleckten Nagetiere nachgewiesen werden, teilte der Naturschutzbund Nabu in Düsseldorf mit. Um den letzten Bestand zu retten, fordert der Verband ein schnelles Nachzuchtprogramm. Die kleinen Säugetiere sollten dann in einer auf sie zugeschnittenen Landschaft wieder ausgesetzt werden.

Der Feldhamster findet auf den Feldern nicht mehr genug Futter und Lebensraum

Feldhamster sammeln Körner in ihren Backen, finden allerdings auf den perfekt abgeernteten Feldern oft nicht mehr genügend Futter. Damit fehlt ihnen Nahrung, um über den Winter zu kommen.

Zugleich richtete der Nabu-Vizevorsitzende von NRW, Heinz Kowalski, Vorwürfe gegen das Land: Konsequentes Handeln zum Erhalt dieser nach europäischem Recht geschützten Art sei bisher unterblieben. Auch die Landwirte müssten Verantwortung für den Lebensraum Acker übernehmen.
An den früheren Standorte im rheinischen Rommerskirchen und Pulheim sollten wieder Feldhamster leben können, fordert der Nabu. "Die Verantwortung, dies entsprechend umzusetzen, liegt beim Land", erklärte Kowalski.

(rent/lnw)
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