| 12.22 Uhr

Polizei ermittelt
Viele Verletzte bei Hausbränden im Ruhrgebiet

Feuer im Ruhrgebiet: Viele Menschen durch Hausbrände verletzt
FOTO: dpa, mku tba
Recklinghausen . Zahlreiche Verletzte, meterhohe Flammen und ein eingestürztes Dach: Im Ruhrgebiet bekämpft die Feuerwehr am Wochenende zwei schwere Wohnhausbrände. In Recklinghausen geht ein Kinderwagen in Flammen auf. Die Ermittler prüfen, ob es Brandstiftung war.

Nach zwei schweren Wohnhausbränden in Recklinghausen und Bochum mit zahlreichen Verletzen und hohem Schaden ermittelt die Polizei die Ursachen der Brände. In Recklinghausen waren am Samstag 29 Menschen verletzt worden, darunter neun Kinder.

Nach Feuerwehrangaben war ein Kinderwagen im Flur des Mehrfamilienhauses in Flammen aufgegangen. Die Kripo prüft, ob es möglicherweise Brandstiftung war. "So ein Kinderwagen brennt ja nicht von allein", sagte ein Polizeisprecher. In Bochum stürzte bei einem nächtlichen Feuer der Großteil eines Hausdaches ein. Die Flammen schlugen laut Feuerwehr meterhoch, die Bewohner wurden gerettet.

In Recklinghausen machte dichter Rauch vielen Bewohnern die Flucht unmöglich. Die Feuerwehr rettete sie über Leitern. Das Haus wurde geräumt und war zunächst nicht mehr bewohnbar. 20 der insgesamt 29 Verletzten wurden mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte.

Acht Menschen wurden demnach schwer verletzt, ein 12- und ein 15-Jähriger mussten stationär behandelt werden. Die Polizei beschlagnahmte den Brandort für die Ermittlungen. Anfang der Woche sei mit Erkenntnissen zur Ursache des Feuers zu rechnen, hieß es am Sonntag.

In Bochum kämpfte die Feuerwehr am Samstag elf Stunden lang gegen das Feuer in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus. Weitere Teile des betroffenen Daches drohten einzustürzen. Die Bewohner im obersten Stockwerk hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Einsatzkräfte brachten zehn weitere Menschen ins Freie. Verletzt wurde niemand.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich in die Länge, weil immer wieder Brandnester auftraten und das einsturzgefährdete Dach die Arbeit der Feuerwehrleute erschwerte. Brandursache und Schadenshöhe waren zunächst unklar.

(lnw)
 
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