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Ansprechpartner in der Region
So können Sie Flüchtlingen helfen

Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen
Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen FOTO: RP
Düsseldorf. Tausende Flüchtlinge kommen zurzeit jede Woche in NRW an. Viele Bürger fragen sich, wie sie den Bedürftigen in der Not helfen können. Die Angebote gehen dabei über Geld- und Sachspenden hinaus. Wir sagen Ihnen, wie Sie helfen können. 

Düsseldorf: Die Wohlfahrtsverbände koordinieren Sach- und Geldspenden sowie ehrenamtliches Engagement. Das sind neben der Diakonie, die im Auftrag der Stadt in vielen Flüchtlingsheimen aktiv ist, in Düsseldorf etwa auch Caritas, das Rote Kreuz, der SKFM und die Arbeiterwohlfahrt (Awo). Nachteil: Einen zentralen Ansprechpartner gibt es bislang nicht, wer gezielt in einer Einrichtung helfen will, muss sich teilweise durchfragen. Im Rathaus ist seit neuestem Miriam Koch als Flüchtlingsbeauftragte zuständig, die Zusammenarbeit der Akteure zu koordinieren (Tel.: 0211.89-94593). Sie ist auch mit einem Account bei Facebook und Twitter vertreten. 

Krefeld: Sachspenden wie Kleidung, Hausrat oder Spielsachen können dienstags bis freitags von 10.30 bis 12.30 Uhr in der "Kleidertruhe" der Caritas, Am Hauptbahnhof 2, Telefon 02151/ 639516, abgegeben werden. Wer mit Sach- oder Geldspenden, als Pate bei Behörden- und Arztgängen, als Dolmetscher oder in der Kinder- und Hausaufgabenbetreuung helfen will, kann sich zu Vorgesprächen an folgende Adressen wenden: DRK: Michael Wickel, Tel. 02151 / 53960, Freiwilligenzentrum: Tel. 02151/ 566100, Flüchtlingsrat Krefeld: Erreichbar per Mail unter info@fluechtlingsrat-krefeld.de. Auf Vermittlung von Oberbürgermeister Kathstede hat die Sparkasse ein kostenloses Spendenkonto für Flüchtlingsarbeit eingerichtet: Kontonummer 5553, Stichwort "Flüchtlinge" bei der Sparkasse (BLZ 32050000).

Düsseldorf: Hier sollen Flüchtlinge untergebracht werden FOTO: dapd, dapd

Mönchengladbach: Wie kommen meine Sachspenden garantiert bei den Flüchtlingen an? An wen wende ich mich, wenn ich Wohnraum zur Verfügung stellen möchte? Fragen wie diese und viele weitere werden auf einer neuen Website beantwortet.

Neuss: Die Stadt hat zusammen mit den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden sowie den Wohlfahrtsverbänden in Neuss dazu aufgerufen, freie Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Ob sich die Vermietung für die Anbieter lohne, müsse jeder für sich nachrechnen. Die Mietobergrenze sei im Asylbewerberleistungsgesetz festgelegt. "Sie ist gestaffelt nach der Personen- und Quadratmeterzahl", erklärt Stadtsprecher Tobias Spange. Weitere Information gibt es im Integrationsbüro der Stadtverwaltung. Ansprechpartner sind Jürgen Hages (Telefon 02131 905094, juergen.hages@stadt.neuss.de) und Dirk Witte (Telefon 02131-41180, dirk.witte@stadt.neuss.de).

Fotos: So werden die 150 neuen Flüchtlinge untergebracht FOTO: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen

Dormagen: Die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe wird über die Stadt Dormagen geregelt. Generelle Informationen über Sachspenden und den ehrenamtlichen Einsatz, speziell für die Landes-Erstaufnahmestelle für 150 Flüchtlinge, gibt es unter der städtischen Hotline 02133 257-600. Den Einsatz der Ehrenamtler koordiniert auch Bärbel Breuer, Leiterin des Büros für bürgerschaftliches Engagement der Stadt Dormagen: 02133 257-255.

Leverkusen: In Leverkusen koordiniert die Caritas die Flüchtlingshilfe von Ehrenamtlern. Viele Freiwillige gehen mit Flüchtlingen einkaufen oder begleiten sie bei Behördengängen. Dringend gesucht werden Helfer, die sich mit der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) auskennen. Denn immer wieder kommt es vor, dass überflüssige GEZ-Bescheide in den Sammelunterkünften ankommen. Auch Menschen, die verschiedene Sprachen beherrschen, sind herzlich willkommen. In Leverkusen leben mittlerweile Flüchtlinge aus 40 Nationen. Die größte Gruppe sind Syrer. Kontakt zur Caritas-Flüchtlingshilfe Tel. 0214 403 940 (Lioba Engels-Barry).

So leben Flüchtlinge im Geisterdorf Manheim FOTO: dpa, obe

Köln: In Zusammenarbeit von Kölner Freiwilligen Agentur und Kölner Flüchtlingsrat sind zwei Mentoren- und Paten-Projekte entstanden. Bei der Mentorenarbeit  betreuen Ehrenamtler Flüchtlingsfamilien sechs Monate lang bei alltäglichen Gängen zum Arzt, bei der Suche nach einem Kita-Platz oder dem passenden Sportverein. Die Patenschaft bezieht sich auf Deutschnachhilfe für Flüchtlingskinder in der Grundschule und dauert zwölf Monate. Getroffen wird sich zweimal pro Woche. Zusätzlich gibt es Reflexions- und Qualifizierungstreffen, bei denen sich die Ehrenamtler austauschen können. Mehr Informationen dazu gibt es unter koeln-freiwillig.de und bei der Projektleiterin Gabi Klein (Tel. 0221/888278 24). Neuerdings sucht die Bezirksregierung auch über einen eigenen Twitter-Kanal nach Unterstützern. "Wir wollen twittern, was gebraucht wird", sagte Regierungspräsidentin Gisela Walsken. Hier geht es zum Account. 

Langenfeld: Hier können Langenfelder helfen: Initiative "Langenfeld gegen Rassismus" (fluechtlingshilfe@langenfeld.de), Caritas, Ökumenisches Forum Flüchtlinge in Langenfeld Susanne Schule (s.schulte@caritas-mettmann.de), Evangelische Kirche (hartmut.boecker@kirchelangenfeld.de); Martin-Luther-Kirche (christoph.bleckmann@kirchelangenfeld.de), Bündnis "Langenfeld heißt Flüchtlinge willkommen" (kurt.jaegeler@web.de und m.schulze-tenberge@gmx.de). 

Mettmann: In Mettmann ist die Caritas führend und hilft weiter (sahler@caritas-mettmann.de). Auch das Bündnis Mettmann gegen Rechts (info@mettmann-gegen-rechts.de) ist Ansprechpartner für Ehrenamtliche. Dort können auch Spenden für Flüchtlinge abgegeben werden.  Außerdem ist die Stadt Mettmann Ansprechpartner: Tel. 02104 9800.

Erkelenzer Land: Sie in Erkelenz und Umgebung helfen können, haben wir in dieser Übersicht zusammengefasst. 

Hückeswagen: Lokale Anlaufstellen in Hückeswagen, an die sich Menschen wenden können, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsbetreuung engagieren wollen: Susann Bröker von der Stadtverwaltung, Tel. 02192 88231, E-Mail: susann.broeker@hueckeswagen.de; Ehrenamtsinitiative "Weitblick": Margarete Coenen und Brigitte Vandenherz-Siebel mittwochs, 10 bis 12 Uhr, und jeden ersten und letzten Donnerstag im Monat, 16 bis 18 Uhr, im Bürgerbüro, Bahnhofsplatz 14, Tel. 88-400, E-Mail an: hueckeswagen@gemeinsam-in-oberberg.de.

Dinslaken: Ansprechpartner für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe sind: Caritas: Anja Killemann, Telefon 0160 90449226, Freiwilligenzentrale:  Lore Penzel, Telefon 02064 970642.

Nettetal: Es gibt für das Stadtgebiet von Nettetal eine zentrale Internetseite mit allen Informationen unter www.fluechtlingshilfe-nettetal.de

Erkrath: Der Kontakt zur Flüchtlingshilfe in Erkrath lautet: info@freundeskreis-flüchtlinge-erkrath.de

Quelle: RP
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