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Schwerer Unfall im Sauerland
Sommerrodelbahn bleibt vorerst geschlossen

Junge verliert Teil seines Beins bei Unfall auf Sommerrodelbahn
Junge verliert Teil seines Beins bei Unfall auf Sommerrodelbahn FOTO: dpa, tba
Bestwig. Nach dem schweren Unfall in einem Freizeitpark im Sauerland bleibt die Sommerrodelbahn nach Angaben des Betreibers mindestens bis zum Wochenende gesperrt. Ein zwölfjähriger Junge hatte einen Teil seines Beins verloren. 

"Wir werden diese Woche nutzen, um den genauen Hergang des Unfalls zu analysieren", sagte der Geschäftsführer des Fort Fun Abenteuerlandes, Andreas Sievering, am Montagmorgen.

Auf der Rodelbahn "Trapper Slider" in Bestwig war einem Zwölfjährigen während der Fahrt am Samstagnachmittag ein Teil seines Beines abgetrennt worden. Laut einer Stellungnahme, die auf der Facebook-Seite des Freizeitparks veröffentlicht wurde, soll sein Zustand nicht lebensgefährlich sein.  

Im Laufe der nächsten Tage soll ein von der Staatsanwaltschaft Arnsberg beauftragter Gutachter überprüfen, ob die Rodelbahn betriebssicher war und wie es zu dem Unglück kommen konnte. Der Gutachter werde sich die Bahn und den sichergestellten Schlitten anschauen, erklärte Staatsanwalt Klaus Neulken.

Dem TÜV Rheinland zufolge werden Sommerrodelbahnen jährlich kontrolliert. "Dabei wird die Bahn auf Herz und Nieren geprüft", sagte TÜV-Sprecherin Nicole Krzemien. Kontrolliert würden Auffahrt, Abfahrt, Steuerung und auch die Bremseinrichtungen der Bahnen.

Stichprobenartig untersuchen die Kontrolleure demnach auch die Fahrzeuge. "Auch eine Probefahrt gehört zur Überprüfung." Wichtig sei jedoch auch, dass sich die Fahrgäste an die Sicherheitsvorschriften hielten.

Der Unfall ist nicht der erste auf einer Sommerrodelbahn in Nordrhein-Westfalen - und auch nicht in diesem Freizeitpark. Unter anderem verunglückte im Juni 2000 auf einer heute nicht mehr existierenden Sommerrodelbahn im Fort Fun ein siebenjähriger Junge.

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(dpa/tak)
 
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