| 15.32 Uhr

Beziehungstat in Düren
Frau nach Kopfschuss in Friseursalon außer Lebensgefahr

Geiselnahme in Düren - Innenstadt abgesperrt
Geiselnahme in Düren - Innenstadt abgesperrt FOTO: Burkhard Giesen
Düren. Die Frau, die am Dienstag in einem Friseursalon in Düren angeschossen wurde, ist außer Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter - ihr Ehemann - tötete sich mit einem Kopfschuss selbst.

Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Der 27-jährige Mann sei laut der Staatsanwaltschaft Aachen am Dienstagnachmittag in den Friseursalon in der Dürener Innenstadt gegangen, in dem seine ebenfalls 27-jährige Ehefrau arbeitete. Er habe sofort einen Schuss abgegeben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Anfrage unserer Redaktion. Gäste und Mitarbeiter seien aus dem Geschäft gelaufen, der Mann habe seine Ehefrau in die hinteren Räume gedrängt. Dort habe er auf sie geschossen und sich daraufhin selbst mit einem Kopfschuss getötet.

"Mutmaßlich handelt es sich um eine emotional eskalierte Trennungssituation", sagte Katja Schlenkermann-Pitts von der Staatsanwaltschaft Aachen. Die genauen Umstände werden derzeit ermittelt. Die Frau sei inzwischen außer Lebensgefahr und werde laut Ärzten wohl auch keine schweren körperlichen Folgen davontragen.

Am Dienstagabend war zunächst von einer Geiselnahme die Rede. Dies bestätigte sich jedoch nicht. Weil die Polizei von einer Bedrohungslage ausging, hatte sie ein Sondereinsatzkommando hinzugerufen. Als dieses die Räume stürmte, fand es die zwei Schwerverletzten. Der Mann starb kurze Zeit später an seinen Verletzungen.

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