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Friedhof in Schwerte
Grabplatten-Diebe markierten Tatort mit Gaunerzinken

Das bedeuten die Gaunerzinken
Das bedeuten die Gaunerzinken FOTO: RP-Grafik
Schwerte. Die Polizei im westfälischen Schwerte ermittelt, nachdem fünf Grabplatten von einem zentralen Friedhof der Stadt gestohlen wurden. Die Täter hatten ihre Beutestelle zuvor offenbar mit sogenannten Gaunerzinken markiert. 

Die Tat könnte bis zum 16. Oktober zurückliegen, doch erst an Allerheiligen fiel der Diebstahl der einen Meter langen und 50 Zentimeter breiten Kupferplatten von der Grabstätte der Unternehmerfamilie Küster auf. Die Diebe hatten den Ort zuvor offenbar von außerhalb an der Friedhofsmauer mit einem sogenannten Gaunerzinken markiert.

Mit einem solchen Symbol markieren Diebesbanden potenzielle Tatorte. Die Banden gehen laut Polizei arbeitsteilig vor: Zunächst späht eine Person lohnende Ziele aus und markiert deren Standorte, später schlägt die Gruppe dann zu. Gerade Altmetalle aus dem öffentlichen Raum werden so immer wieder zum Ziel von Raubzügen – aufgrund der hohen Preise für Altmetall und vergleichbar leicht zugänglicher Tatorte. 

In Schwerte mussten die Diebe ihre schwere Beute mutmaßlich bis zum Parkplatz eines Supermarktes tragen. Der Friedhofsgärtner fand laut "Ruhr Nachrichten" entsprechende Schleifspuren. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, den Wert der Beute konnte die Polizei nicht taxieren. 

(cbo)