| 13.26 Uhr

Lufthansa flog sie nach Südfrankreich
Betrügerin gab sich als Angehörige von Germanwings-Opfer aus

Germanwings: Betrügerin gab sich als Angehörige aus
In der Nähe der Absturzstelle liegen vor einem Gedenkstein Blumen. FOTO: afp, FP/SB
Düsseldorf. Eine Frau hat sich gegenüber der Lufthansa als Hinterbliebene eines Opfers von Flug 4U9525 ausgegeben. Auf Kosten der Fluglinie reiste sie zweimal nach Südfrankreich in die Nähe der Absturzstelle und ließ sich sogar psychologisch betreuen.

Dies berichten übereinstimmend mehrere Medien, darunter die "Halterner Zeitung", die sich auf den Vater des Opfers beruft. Die Frau habe in keinerlei Beziehung zu seiner verstorbenen Tochter gestanden. Das Opfer gehörte zum Lehrpersonal der Schülergruppe aus Haltern, die bei dem Unglück ums Leben gekommen war.

Bei der Betrügerin soll es sich den Berichten zufolge um eine Frau aus Beverungen im Kreis Höxter handeln. Die Hochstaplerin hat sich demnach zweimal von der Lufthansa nach Seyne-les-Alpes fliegen lassen und dort sogar die Betreuung eines Psychologen in Anspruch genommen haben. Die Motive der Frau sind bislang völlig unklar.

Erst bei der zweiten Reise der angeblichen Hinterbliebenen wurde die Lufthansa stutzig. "Wir bedauern sehr, dass die Familie in der schweren Zeit der Trauer durch so etwas gestört wird", sagte ein Sprecher der "Bild". Man habe unbürokratisch helfen und darum nicht zu streng kontrollieren wollen. Alle weiteren Ermittlungen werde das Unternehmen unterstützen.

Der Vater des Opfers will laut "Halterner Zeitung" Strafanzeige stellen, nach einem Bericht des "Westfalenblatt" hat mittlerweile auch die Lufthansa Anzeige erstattet.

(pst)
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