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Selbsthergestellte Waffen
Ungewöhnlicher Waffenfund in Gütersloher Wohnhaus

Gütersloh. Macheten, Munition und explosives Material - die Polizei hat in einem Wohnhaus in Gütersloh eine beunruhigende Entdeckung gemacht. Der mutmaßliche Waffennarr wurde aufgegriffen.

Bei einer Hausdurchsuchung hat die Polizei im nordrhein-westfälischen Gütersloh mehrere Waffen sichergestellt. Die Beamten fanden Messer, Macheten, Munition, selbst hergestellte Waffenkonstruktionen und explosives Material in dem Wohnhaus, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin zogen sie ein Spezialeinsatzkommando und Entschärfer hinzu. Die Spezialisten fanden keine Sprengfallen.

Angrenzende Nachbarhäuser wurden während des Einsatzes evakuiert. Die Polizei war ursprünglich zu der Adresse ausgerückt, um den 37-jährigen Hausbewohner in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen. 

Der Mann war den Angaben nach aber nicht anwesend und konnte erst am Abend nach einer Fahndung im etwa 40 Kilometer entfernten Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe) aufgegriffen werden, nachdem die Polizei den Aufenthaltsort des Mannes ermittelt hatte. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. Der Mann habe sich ohne nennenswerte Gegenwehr von der Polizei mitnehmen lassen. Auf Nachfrage hieß es, von einem terroristischen Hintergrund sei nicht auszugehen. 

Der Mann konnte nach Angaben einer Polizeisprecherin noch nicht vernommen werden. Er sei in eine psychiatrische Klinik eingeliefert worden und gelte als suizidgefährdet, sagte sie. Woher die Waffen stammen, sei noch nicht geklärt. Auch über Kontakte zu anderen Personen sei noch nichts bekannt. 

(lsa/lnw)