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Angriff mit Machete
Erschossener Macheten-Angreifer verletzte zwei Versicherungs-Angestellte

Polizei erschießt bewaffneten Mann in Hagen
Polizei erschießt bewaffneten Mann in Hagen FOTO: dpa, mku kno
Hagen. Die Polizei Wuppertal hat Details zum Fall des Mannes bekannt gegeben, den die Polizei Hagen am Dienstagnachmittag erschossen hat, nachdem er mehrere Menschen mit einer Machete verletzt hatte.

Demnach betrat der 34-Jährige eine Versicherungsagentur in Hagen-Kabel mit einer Machete. Er verletzte eine Angestellte (51). Als der Chef der Agentur (49) dazwischen ging, um den Angreifer abzuwehren, wurde er von dem 34-Jährigen mit der Machete schwer verletzt.

Der Chef flüchtete laut Polizei daraufhin aus dem Geschäft und suchte Schutz in einem nahegelegenen Imbiss. Passanten und die Angestellten der Versicherungsagentur informierten die Polizei Hagen, die gegen 14.50 Uhr eintraf.

Nach Angaben der Polizei Wuppertal trafen die Beamten den Bewaffneten auf der Straße an. Sie forderte ihn mehrfach auf, die Waffe fallenzulassen. Er ging jedoch auf die Beamten zu. Daraufhin schossen sie auf ihn. Der 34-Jährige erlitt so schwere Verletzungen, dass er trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen am Einsatzort starb.

Die Nationalität des Mannes gab die Polizei Wuppertal mit Verweis auf eine Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hagen nicht bekannt. Diese war am Nachmittag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Leiter der Versicherungsagentur musste aufgrund seiner Verletzungen stationär im Krankenhaus behandelt werden; die Angestellte konnte die Klinik nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Die Polizei Wuppertal hat die Ermittlungen aufgenommen - "aus Neutralitätsgründen", wie es hieß. Sie hat eine mehrköpfige Sonderkommission eingesetzt. Mittwochnachmittag wird die Leiche des Verstorbenen obduziert. Weitere Details will die Polizei mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht veröffentlichen.

Erst am Montagabend hatten Polizisten in Moers am Niederrhein einen mit einem Messer bewaffneten Angreifer erschossen. Der 48 Jahre alte Mann war nach Polizeiangaben auf die Beamten zugegangen. Trotz mehrfacher Aufforderung habe er das auffällige Messer nicht fallengelassen.

Dies ist die aktualisierte Version eines früheren Artikels.

(hpaw)
 
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