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Herzogenrath bei Aachen
Täter sprengen Geldautomat - Audi-Bande am Werk?

Fotos: Geldautomaten-Sprengungen in der Region – Chronik
Fotos: Geldautomaten-Sprengungen in der Region – Chronik FOTO: Daniel Bothe
Herzogenrath. Lauter Knall, dunkle Gestalten und aufheulender Motor - wieder erbeuten Täter Geld bei der Sprengung eines Bankautomaten. Trotz grenzüberschreitender Fahndung konnten die Flüchtigen entkommen.

Erneut ist ein Bankautomat in Nordrhein-Westfalen in die Luft gesprengt worden. Unbekannte haben ihn in der Nacht zu Dienstag in Herzogenrath bei Aachen zerstört. Nach einem lauten Knall riefen Anwohner die Polizei. Sie beobachteten mindestens zwei schwarz gekleidete Personen und ein dunkles Auto mit einem niederländischen Kennzeichen, des mit ausgeschaltetem Licht davon raste. Die Fahndung, in die auch die niederländische Polizei und die Bundespolizei eingebunden waren, blieb zunächst erfolglos.

Die Ermittler vermuten eine Flucht der unbekannten Täter über die Autobahn in Richtung Niederlande. Aus dem gesprengten Automat, der im Vorraum einer Bank steht, erbeuteten die Täter Bargeld. Zur Schadenshöhe machte die Polizei am Dienstag zunächst keine Angaben.

Bereits am vergangenen Mittwoch hatten Täter in Herzogenrath versucht, einen Geldautomaten zu sprengen. Sie brachen damals allerdings ihr Vorhaben aus bislang nicht bekannten Gründen ab.

Nordrhein-Westfalen wird seit längerem von mehreren Banden heimgesucht, die Geldautomaten in die Luft jagen, um an Geld zu kommen. Die Schäden liegen in Höhe von mehreren Millionen Euro. 2015 zählte die Polizei 66 Fälle. Den Ermittlern zufolge kommen die Banden zum Teil aus den Niederlanden und schlagen oft im Grenzgebiet zu.
Aber auch Nachahmer versuchten, Bankautomaten zu sprengen. 

(lnw)
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