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Hitze in NRW
In Castrop-Rauxel schmilzt der Asphalt

Hitze in NRW 2017: In Castrop-Rauxel schmilzt der Asphalt
FOTO: dpa, pse
Düsseldorf . Die Deutsche Bahn verschiebt Arbeiten an ihren Gleisen. In den Städten schmilzt der Asphalt. Förster befürchten Waldbrände und die DLRG warnt vor Abkühlung in ungesicherten Gewässern: Eine Hitzewelle hat Nordrhein-Westfalen fest im Griff.

Immer mehr Menschen suchen nach Abkühlung beim Baden in Baggerseen und Flüssen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor Leichtsinn und Übermut an ungesicherten Gewässern. Bereits am Montag ertrank ein Jugendlicher in einem Badesee bei Kerken am Niederrhein, ein weiterer wird nach dem Schwimmen im Rhein in Köln vermisst. Laut LRG machen hohe Lufttemperaturen und kühle Wassertemperaturen den Sprung ins kalte Nass zur Schockbelastung für das Herz-Kreislauf-System.

Beim Baden in Flüssen seien Strömungen und Strudel sowie der Sog und Wellenschlag durch Schiffe große Gefahren. "Unklare Ufersituationen, Bauteile aus früherer Nutzung der Gewässer und Schlingpflanzen", seien große Risikofaktoren beim Baden, sagte Michael Grohe vom DLRG-Landesverband Nordrhein.

In Castrop-Rauxel schmilzt der Asphalt

Abkühlung braucht auch die Deutsche Bahn: Die Schienen seien zu heiß um daran zu arbeiten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Aus diesem Grund verzögern sich Bauarbeiten an Gleisen zwischen Duisburg und Gelsenkirchen. Mitunter macht die enorme Hitze auch Straßen zu schaffen. In Castrop-Rauxel schmolz am Montag der Asphalt einer innerstädtischen Straße.

Dass so etwas auf Autobahnen oder Landstraßen geschieht, hält der Sprecher des Straßenbaubetriebs Straßen-NRW, Bernd Löchter, jedoch für nahezu ausgeschlossen. "In Süddeutschland gibt es immer mal wieder Probleme mit Hitzeschäden auf Autobahnen, die aus Betonblöcken gebaut sind." In Nordrhein-Westfalen sei das aber bislang nie vorgekommen.

Für die Waldbrandgefahr stellt der Deutsche Wetterdienst einen Index auf: Für weite Teile Nordrhein-Westfalens weist dieser Gefahrenstufe vier von fünf aus. Michael Börth vom Regionalforstamt Ruhrgebiet erwartet, dass der Index in den nächsten Tagen die höchste Stufe erreichen wird. Die Forstämtern sind bereits in Alarmbereitschaft. "Die Forstämter stehen den Feuerwehren auch außerhalb der Dienstzeiten für mögliche Waldbrandeinsätze zur Verfügung", erklärte der Experte.

Wenn nötig könnten dann zwar auch Wälder gesperrt werden, doch Börth sieht sein Revier gut aufgestellt: "Die soziale Kontrolle ist erfahrungsgemäß so groß, dass kleine Rauchsäulen sofort übers Handy gemeldet werden." Wichtig sei, dass Waldbesucher sofort die Notrufnummer 112 wählten und nicht erst versuchten, den Förster zu informieren.

Übrigens: Der höchste Wert wurde am Dienstag mit 35,8 Grad in Trier (Rheinland-Pfalz) gemessen, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes am Abend mitteilte. Danach folgte Saarbrücken mit 35,5 Grad.

(felt/lnw)
 
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