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Tonaufnahmen im Fall Höxter
Opfer sollte Unschuld von Wilfried W. bezeugen

Wilfried W. sagt im Höxter-Prozess aus
Wilfried W. sagt im Höxter-Prozess aus FOTO: dpa, gki tba
Paderborn. Im Prozess um die Todesfälle in einem Haus in Höxter sind am Dienstag Protokolle von Tonaufnahmen vorgelesen worden. Es sind Gespräche zwischen dem Angeklagten Wilfried W. und dem entkräfteten Opfer Susanne F.. Sie sind kurz vor ihrem Tod entstanden. 

Angesichts des desolaten Gesundheitszustandes des letzten Opfers hat der Angeklagte Wilfried W. versucht, bereits vor dem Tod der Frau jede Verantwortung von sich zu weisen. Nach den Wortprotokollen der Tonaufnahmen lässt sich der Angeklagte von der Frau bestätigen, dass nicht er sie misshandelt habe, sondern die Mitangeklagte Angelika W.. Von ihr habe Susanne F. Hämatome am ganzen Körper. Zu den verlesenen Protokollen gab es am Dienstag keine Stellungnahme der Prozessbeteiligten.

Angeklagt wegen Mordes durch Unterlassen

Der Fall von Susanne F. hatte die Ermittler auf die Spur von Angelika und Wilfried W. gebracht. Die beiden sollen am 21. April mit der schwer misshandelten und stark geschwächten Frau von Höxter in Richtung Bad Gandersheim in Niedersachsen gefahren sein, um sie nach Hause zu bringen. Eine Autopanne durchkreuzte den Plan. Susanne F. Sie kam ins Krankenhaus, wo sie einen Tag später starb.

Das Paar soll über Jahre hinweg mehrere Frauen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Angeklagt sind Angelika und Wilfried W. wegen Mordes durch Unterlassen. Eine weitere Frau aus Niedersachsen starb infolge der Quälereien.

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(ate/dpa/lnw)
 
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