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Prozess in Detmold
Prozess gegen Holocaust-Leugnerin unterbrochen

Holocaust-Leugnerin: Berufungsprozess wiederholt unterbrochen
Die 89-Jährige Ursula Haverbeck in einem Gerichtssaal in Berlin. FOTO: dpa, pdz sab
Detmold. Der Berufungsprozess gegen Ursula Haverbeck am Landgericht Detmold ist am Donnerstag nur schleppend voran gekommen. Unter anderem musste ein Fax als weiteres Beweisstück besorgt werden. 

Auf dem Prüfstand stehen mehrere Entscheidungen von Amtsgerichten in Ostwestfalen. Diese hatten die 89-Jährige zu Haftstrafen von acht bis elf Monaten wegen Volksverhetzung verurteilt. Haverbeck hatte im Zuge des Prozesses gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning in Briefen den Völkermord an den europäischen Juden geleugnet.

Das Gericht in Detmold wollte noch am Donnerstag eine Entscheidung verkünden. Haverbeck ist mehrfach wegen Volksverhetzung vorbestraft und musste bislang stets Geldstrafen bezahlen. Eine Haftstrafe am Landgericht München wurde zur Bewährung ausgesetzt. Mehrere Urteile aus verschiedenen Bundesländern mit Haftstrafen sind bislang noch nicht rechtskräftig.

(laha/dpa/lnw)
 
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