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Wuppertal/Hannover
Wuppertaler Polizei rüstet sich für Hooligan-Krawalle

Das sind die "Hooligans gegen Salafisten"
Das sind die "Hooligans gegen Salafisten"
Wuppertal/Hannover. Die Sicherheitsbehörden werden am Samstag in Wuppertal massive Polizeikräfte zusammenziehen. Der Kreisverband Wuppertal der rechtsradikalen Partei "Die Rechte" hat dort für Samstag drei Kundgebungen zum Thema "Für ein nationales Jugendzentrum" angemeldet. Die Polizei schließt nicht aus, dass sich auch Hooligans an den Versammlungen beteiligen werden. Von Christian Schwerdtfeger

Wuppertals Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher versicherte, gut vorbereitet zu sein: "Zur Bewältigung wurden uns zahlreiche Verstärkungskräfte des Landes NRW unterstellt", sagte sie. "Wenn Rechtsextremisten oder Hooligans unser Grundgesetz für Gewalttaten missbrauchen wollen, werden wir das nicht zulassen", betonte Radermacher. Man stehe im ständigen Austausch mit dem Innenministerium und der Polizei in Hannover.Denn in der niedersächsischen Landeshauptstadt hat das Verwaltungsgericht die Anti-Islamismus-Demonstration der Hooliganbewegung "Hogesa - Hooligans gegen Salafisten" unter Auflagen erlaubt, nachdem die Polizei sie zuvor verboten hatte - aus Sorge vor Krawallen.

Bei einer ähnlichen Veranstaltung der "Hogesa" in Köln vor wenigen Wochen hatten sich rund 4500 Hooligans mit der Polizei eine Straßenschlacht geliefert. 49 Polizisten und viele Unbeteiligte wurden dabei verletzt.

Auch die Demonstrationen der Rechtsradikalen morgen in Wuppertal bergen ein hohes Gewaltpotential. Das Bergische Land und Wuppertal gelten als Hochburgen des Salafismus in NRW. Aus der Region stammen viele junge Dschihadisten, die für die Terrormiliz "Islamischer Staat"kämpfen. Zudem patrouillierte in Wuppertal die "Scharia-Polizei". Ein Sprecher von Innenminister Ralf Jäger (SPD) bestätigt: "Die Rechtsextremisten provozieren die Salafisten mit ihren Demonstrationen."

Köln: Krawalle bei Hooligan-Demo FOTO: dpa, cas hpl

Dass sich die Situation zwischen gewaltbereiten Hooligans und Salafisten zuspitzt, zeigt auch die Gründung der Facebook-Gruppe "Sageho - Salafisten gegen Hooligans". Dahinter steckt Islamisten-Prediger Pierre Vogel. Im Internet schreibt er: "Die lächerlichen Hooliganwichte werden in der Hölle schmoren."

Hooligans und Linke prügeln sich in Berlin FOTO: dpa, fs tmk
Quelle: RP
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