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Grusel-Attacken
Senioren fordern Vermummungsverbot wegen Horror-Clowns

Vorfälle mit Horror-Clowns in der Region
Vorfälle mit Horror-Clowns in der Region
Düsseldorf. Geht es nach dem Willen der Senioren-Union (SU) der nordrhein-westfälischen CDU könnte ein schärferes Vermummungsverbot den sogenannten "Horror-Clowns" Einhalt gebieten. "Senioren trauen sich kaum noch auf die Straße", sagte SU-Landeschef Leonhard Kuckart.

Das Vermummungsverbot müsste "grundsätzlich auch für Einzelpersonen in der Öffentlichkeit" gelten und nicht nur bei Demonstrationen. Ein Verbot in der närrischen Zeit, ausgerechnet in Düsseldorf oder Köln? Kuckart vertraut da auf die Beamten: Die könnten unterscheiden zwischen einer Störung des öffentlichen Friedens und einer "brauchtumsüblichen Verkleidung".

Seit einigen Tagen registrieren die Behörden vermehrt Übergriffe bewaffneter Clowns, die in unheimlichen Kostümen Passanten erschrecken und bedrohen. Die gefilmten Aktionen werden häufig anschließend im Internet veröffentlicht. In Nordrhein-Westfalen sind schon über 100 Fälle bekannt, fast 90 davon ereigneten sich alleine am vergangenen Wochenende. Zuletzt hatten ein 17-Jähriger in Issum (Kreis Kleve) und ein 13 Jahre alter Junge in Hebborn (Rheinisch-Bergischer Kreis) der Polizei von "Horror-Clowns" berichtet.

In Berlin ist ein "Grusel-Clown" lebensgefährlich verletzt worden. Er hatte am Montagabend eine Gruppe Jugendlicher bedroht und war daraufhin mit einem Messer niedergestochen worden. Der 16-Jährige mit der Clownsmaske musste im Krankenhaus notoperiert werden, wie die Polizei gestern mitteilte.

Quelle: RP
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