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"Bordoll"
In Dortmund gibt es das erste Puppen-Bordell Deutschlands

In Dortmund gibt es das erste Puppen-Bordell Deutschlands
Eine der Puppen aus dem "Bordoll" in Dortmund. FOTO: Evelyn Schwarz
Dortmund. In Dortmund-Schüren hat im April mit dem "Bordoll" das erste Sexpuppen-Bordell Deutschlands eröffnet. Hier können die Kunden zwischen unterschiedlichen Silikon-Liebespuppen auswählen. Von Adrian Terhorst

Bei den Puppen handele es sich "um absolut realistisch gearbeitete Silikon-Liebespuppen aus TPE", heißt es auf der Website des Etablissements. Also Puppen aus thermoplastischen Elastomeren, sprich Kunststoffe, die sich unter Wärmezufuhr plastisch verformen lassen. 

Angepriesen werden sie auf der "Bordoll"-Homepage in den "verschiedensten Ausführungen", "mit einem bildhübschen Gesicht" und den "Topmodel-Maßen 90-60-90". Sie seien echte Traumfrauen, und für jedermann sei garantiert etwas dabei.

"Durch einen TV-Bericht über Bordelle in Japan mit Real-Sex-Dolls kam mir die Idee, genau dies auch in Deutschland zu probieren", sagte "Bordoll"-Inhaberin Evelyn Schwarz unserer Redaktion.

Jede Puppe hat eigenen Namen

Im Programm hat Schwarz (bislang) allerdings nur die weiblichen Modelle. Männliche Puppen sollen folgen, sofern es geeignete auf dem Markt zu kaufen gebe. Der Anschaffungspreis liegt pro Puppe zwischen 1000 und 2000 Euro.

Auf der Homepage wird jede einzelne Puppen-Dame detailreich präsentiert. Ob Haar-, Augen oder Hautfarbe, Größe und Maße oder auch das Gewicht: Der Kunde hat die freie Auswahl. Jede Puppe hat sogar ihren eigenen Namen. So gibt es eine Anna, eine Naomi, aber auch eine namens Jessica.

Hygiene sei gewährleistet

Sobald der Kunde ein Modell gefunden hat, kann er mit der Inhaberin einen Termin vereinbaren, um mit einer Puppe in einem der "Bordoll"-Räume zu verschwinden.

Nun stellt sich eigentlich nur noch die Hygiene-Frage. Aber da wiegelt die "Bordoll"-Chefin ab. "Der Kunde kann sich sicher sein, dass die Dolls nach jeder Benutzung fachgemäß gereinigt und desinfiziert werden", sagt Schwarz.

Die Stadt Dortmund hat jedenfalls keine Einwände gegen den kürzlich eröffneten Sexpuppen-Betrieb. "Der Betrieb darf so stattfinden, wie er stattfindet", sagt Stadtsprecher Michael Meinders. 

Was passiert mit den "ausgedienten" Puppen?

Im Gästebuch des "Bordolls" brechen jedoch nicht alle Autoren in Jubelstürme aus. So schreibt eine Nutzerin: "Widerlich, wie manche am Puppenobjekt ihre krude Sexualität ausleben wollen. Die Frau ein Objekt, das nach Wunsch und Laune penetriert werden kann."

Und was passiert eigentlich mit den Plastik-Damen, die schon etwas ins Alter gekommen sind? Auch dafür gibt es auf der "Bordoll"-Homepage den passenden Hinweis. So steht unter der Überschrift "Gebrauchsspuren & Mängel": "Sobald die Dolls bei uns im Haus "ausgedient" haben, verkaufen wir diese für einen humanen Preis". 

Es gibt Dinge, die man nicht für möglich hält. Ein Gebrauchtwaren-Markt für ausrangierte Plastik-Damen aus einem Sexpuppen-Bordell. Aber keine Sorge: "Die Doll wurde fachgemäß gereinigt", heißt es. Immerhin.

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