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Unterwegs in NRW
Irish Travellers geraten in Iserlohn in Konflikt mit der Polizei

Irish Travellers ziehen im Sommer 2017 durch die Region
Irish Travellers ziehen im Sommer 2017 durch die Region FOTO: gerhard berger
Iserlohn. Die Irish Travellers, die zur Zeit durch Nordrhein-Westfalen ziehen, sind am Donnerstagabend in Iserlohn durch diverse Straftaten aufgefallen. Auch Alkohol spielte dabei eine Rolle. 

Die Irish Travellers waren am Donnerstagabend mit rund 100 Wohnwagen in Iserlohn angekommen. Am Nachmittag waren sie noch in Wipperfürth, davor campierten sie in Hürth, Düsseldorf und Kevelaer. In Iserlohn  machten sich einige der Landfahrer am Donnerstagabend in Gruppen auf den Weg in die Innenstadt und gingen in Kneipen, wie die Polizei mitteilte. "Die größtenteils alkoholisierten Personen traten teilweise aggressiv auf", sagte ein Sprecher.

An einer Tankstelle an der Mendener Straße in Iserlohn kam es zu mehreren Fällen von Tankbetrug und Diebstählen, in der Innenstadt Iserlohns zu einer Sachbeschädigung. Ein 20-jähriger Ire zeigte in Gegenwart von Polizeibeamten den Hitlergruß. Er wurde in Gewahrsam genommen.

Fotos: Zu Gast bei Irish Travellers in den Rheinwiesen FOTO: Hans-Juergen Bauer

Bei dem Versuch, gegen 00.45 Uhr eines der Fahrzeuge der Landfahrer zu kontrollieren, versuchte der Fahrer zu flüchten. Die Verfolgungsfahrt erstreckte sich über etwa zwei Kilometer. Sie begann an der Mendener Straße in Iserlohn und endete am Ortseingang Hemer an der B7 / Märkische Straße. Der irische 22-jährige Fahrer war betrunken.

Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort und wurde dabei auch aus umliegenden Kreispolizeibehörden unterstützt. Die Beamten richteten Kontrollstellen im Stadtgebiet ein und zeigten insbesondere im Innenstadtbereich massiv Präsenz. Rund 100 Personen und etwa 60 Fahrzeuge wurden kontrolliert.

Mehrere Gruppen wurden von der Polizei zurück zum Seilersee begleitet, nachdem die Kneipen geschlossen hatten. Die restliche Nacht verlief ohne weitere Zwischenfälle. 

Die Irish Travellers werden landläufig auch Pavee oder "Tinker" genannt. Sie selbst empfinden letzteren Begriff aber als diskriminierend. Die Landfahrer sind seit mehreren Tagen in der Region unterwegs. Zuerst tauchten die Reisenden in Kevelaer auf, machten danach Halt in Neuss und auf den Rheinwiesen in Düsseldorf. Für eine Nacht waren sie zurück in Kevelaer, dann kamen sie nach Hürth. Meist bekommen die irischen Wildcamper die Erlaubnis der Städte, für eine Nacht zu bleiben, müssen dann aber am Folgetag wieder abreisen. 

(hsr)
 
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