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Wissenschaftswettbewerb
NRW-Schüler bei "Jugend forscht" erfolgreich

Jugend forscht 2016: Drei Preise gehen nach NRW
Der Wuppertaler Schüler Tobias Gerbracht, hier mit NRW-Schulministerin Sylivia Löhrmann und der Bremer Bildungssenatorin und Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan, war bei "Jugend forscht" erfolgreich. FOTO: dpa, bt bsc
Paderborn. Von der Drohnenabwehr über künstliche Rubine bis zum neuartigen Abwasserfilter: Bei "Jugend forscht" haben Schüler in Paderborn erstaunliche Erfindungen vorgestellt. Im Bundeswettbewerb gingen gleich drei Preise nach NRW.

Drohnenabwehr und 3D-Projektoren: Die Bundessieger des Wettbewerbs "Jugend forscht" sind am Sonntag in Paderborn gekürt worden. Gleich drei Preise gingen nach Nordrhein-Westfalen, zwei Sieger kommen aus Bayern. Den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit erhielt Tassilo Schwarz (17) aus dem bayerischen Seeon. Er entwickelte ein Abwehrsystem zum Aufspüren und Verfolgen von Drohnen.

Wuppertaler unter den Siegern

Bundessieger im Fachgebiet Chemie wurden Christian Schärf (18), Paul Rathke (18) und Friedrich Wanierke (17) aus Thüringen. Die Jungforscher stellten künstliche Rubine her. Im Fachbereich "Arbeitswelt" setzte sich der Wuppertaler Tobias Gerbracht (18) durch. Er präsentierte einen Projektor, mit dem er virtuelle Gegenstände im Raum erzeugen kann, so dass der Betrachter sie für reale Objekte seiner Umgebung hält.

Ebenfalls erfolgreich für NRW am Start waren Stefan Genchev (17) aus Sofia mit einem Computerprogramm zur sicheren Verwaltung von Passwörtern und Lukas Lao Beyer (18) aus Barcelona mit einem Radio, das Funksignale digital verarbeitet. Die Leiterplatte produzierte er selbst im Backofen. Beide sind Schüler an Deutschen Auslandsschulen, die im Rahmen von "Jugend forscht" dem Land NRW zugeordnet sind.

191 Nachwuchsforscher bei "Jugend forscht" dabei

Den Preis des Bundesforschungsministeriums verlieh die Jury an Alexander Rotsch aus Brandenburg für die beste interdisziplinäre Arbeit. Der 19-Jährige fand heraus, dass Pflanzen stärker als bisher angenommen auf das Lichtspektrum reagieren, dem sie ausgesetzt sind. So entwickelten die von ihm untersuchten Pflanzen unter dem Einfluss von Blaulicht messbar mehr Abwehrkräfte gegen gefährliche Keime als unter Rotlicht.

Beim 51. Bundeswettbewerb "Jugend forscht" hatten 191 Nachwuchsforscher der Jury insgesamt 110 Projekte vorgestellt. Seit Donnerstag hatten die Landessieger des 1965 vom damaligen "Stern"-Chefredakteur Henri Nannen gegründeten Wissenschaftswettbewerbs den Juroren ihre Forschungsarbeiten vorgestellt.

Felix Mende (19) aus Dresden präsentierte eine Methode, mit der gesundheitsschädliche Farbstoffe sowie ein Antibiotikum aus Abwässern herausgefiltert werden können. Für seine Grundlagenforschung, die künftig sogar helfen könnte, Pestizide aus dem Wasser zu entfernen, bekam er den Preis des Bundespräsidenten.

Sara-Luisa Reh (16) und Anja-Sophia Reh (14) aus Bayern überzeugten die Jury im Fachgebiet Biologie. Die beiden untersuchten in einer Einzelfallstudie, inwiefern der Zyklus den Blutzuckerspiegel und die Insulinfreisetzung bei Diabetikerinnen beeinflusst.

Physik-Bundessieger Ivo Zell (17) aus Hessen gewann mit dem Modell eines sogenannten Nurflüglers. Nurflügler oder Nurflügel sind Flugzeuge ohne Leitwerke mit einem fließenden Übergang von Rumpf und Tragflächen. Insgesamt erhielten die Nachwuchs-Wissenschaftler Geld- und Sachpreise im Wert von rund einer Million Euro.

(lsa/dpa)
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