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Bilanz des Jugendherbergswerks
Jugendherbergen spüren Konkurrenz durch Hostels in Großstädten

Jugendherbergen spüren Konkurrenz durch Hostels in Großstädten
Der Eingang einer Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerks in Duisburg (Symbolbild). FOTO: Bernd Thissen/dpa
Bielefeld. Die Jugendherbergen bekommen in Großstädten die wachsende Konkurrenz durch neue Hostels und Low-Budgets-Hotels zu spüren. Das Deutsche Jugendherbergswerk berichtete in seiner Bilanz 2017 von einer sinkenden Übernachtungszahl im Rheinland.

Für die sinkenden Zahlen sei der Wettbewerb mit Hostels in den Großstädten in Köln und Düsseldorf ein Grund. Auch in anderen Städten wie Berlin sei die Konkurrenz durch neue Billiganbieter zu spüren. "Wir sind mehr als Bett und Butter", sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Bernd Dohn am Mittwoch.

Die Jugendherbergen hätten ein anderes Geschäftsmodell als Hotels, machten Gruppenangebote und seien Lernort für Schulklassen, betonte er Unterschiede. Auch die Modernisierung von Jugendherbergeden mache sich in dieser Zeit bei den Übernachtungszahlen bemerkbar. Außerdem würden kleinere Jugendherberbergen vom Netz genommen, größere dafür eröffnet. Die Bettenzahl bleibe letztlich stabil.

Neueröffnungen geplant

Als Beispiel für neue Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen nannte er die Eröffnung einer Jugendherberge auf der Anlage der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel, die für das kommenden Jahr geplant sei.

2017 gingen die Übernachtungen in den 37 Jugendherbergen des Rheinlands um insgesamt fünf Prozent zurück. In Westfalen-Lippe gab es in den 28 Häusern hingegen ein Übernachtungsplus von 4,2 Prozent.

Unter dem Strich ging die Übernachtungszahlen in den Jugendherbergen Nordrhein-Westfalen um knapp 3 Prozent auf 1,68 Millionen zurück. Der Großteil der Jugendherbergen liege in ländlich geprägten Regionen, insbesondere dort verzeichne das Jugendherbergswerk Zuwächse.

(lsa/lnw)
 
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