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Kein Neubau an anderer Stelle
Schumacher-Kartbahn muss endgültig Tagebau weichen

Schumacher und Vettel fahren Kart in Kerpen
Schumacher und Vettel fahren Kart in Kerpen FOTO: dapd
Kerpen. Eine der traditionsreichsten Kartbahnen Deutschlands steht vor dem Aus. Die Rennstrecke in Kerpen-Manheim bei Köln soll im Jahr 2020 dem Braunkohle-Tagebau Hambach weichen.

Ein Alternativstandort für die Bahn, zu zwei Dritteln im Besitz von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, konnte trotz jahrelanger Suche bislang nicht gefunden werden.

"Es gibt keine neue Kartbahn", sagte der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher, Jugendwart beim ansässigen Kartklub, dem Kölner Express: "Die gemeinsame Suche mit RWE hat zu keinem von der Bevölkerung mitgetragenen neuen Standort geführt. Es ist eine Schande. Hier sterben Tradition und erfolgreiche Jugendförderung gleichzeitig."

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Denn mit dem Aus der Rennstrecke, auf der neben den Schumachers unter anderem auch der viermalige Champion Sebastian Vettel lernte, würde auch dem Kartklub Kerpen-Manheim die Existenzgrundlage entzogen. Die vom Energieversorgungskonzern RWE gezahlte Entschädigung sei laut Präsident Gerhard Noack für den Klub daher "in keinster Weise wichtig. Was wir brauchen, ist eine Kartbahn. Ohne Sportstätte für unsere Mitglieder gibt es auch keinen Klub mehr."

Über einen Verkauf seines Anteils des Geländes an RWE will der Klub im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung am 1. Februar beraten. Die Kartbahn, die noch bis 2020 Bestandsschutz genießt, liegt am Rand des geplanten Abbaugebietes. Allerdings will RWE eine Änderung der Abbaugrenzen und damit einen Präzedenzfall vermeiden.

(sef/dpa)
 
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