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Protest gegen Braunkohle
Blockaden an Kraftwerken bei Grevenbroich aufgelöst

Aktionen von Klimaaktivisten rund um das Kraftwerk Neurath
Aktionen von Klimaaktivisten rund um das Kraftwerk Neurath FOTO: Wiljo Piel
Erkelenz/Grevenbroich/Kerpen. Die Polizei hat die Blockaden bei Grevenbroich beendet. Etwa 900 Braunkohlegegner hatten teils erfolgreich versucht, Zufahrtswege und Bahngleise in der Nähe der Kraftwerke zu blockieren. Weitere 3000 Menschen demonstrierten friedlich für den Kohleausstieg.

Etwa 300 Braunkohlegegner hatten bis zum Samstagabend die Nord-Süd-Bahn zwischen den Kraftwerken Niederaußem und Neurath besetzt, wie die Polizei mitteilte. Zugleich hatten rund 600 Braunkohlegegner versucht, in direkter Nähe eine weitere Blockade zu errichten. So besetzten etwa 200 Aktivisten der Gruppe "Kohle ersetzen" am Nachmittag alle Zufahrtsstraßen zum Kraftwerk Neurath bei Grevenbroich. Polizisten nahmen hunderte Demonstranten in Gewahrsam.

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Eine Frau wurde bei den Protesten verletzt. Ein in Gewahrsam genommener Mann klagte über Unwohlsein. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Sieben Polizisten wurden verletzt. Außerdem kam es bei der Blockade am Kraftwerk Neurath zu einem Unfall, bei dem ein Radfahrer verletzt wurde.

Die Polizei kritisierte heftig, dass am Samstagmorgen kurz nach Mitternacht Unbekannte am Hambacher Forst aus dem Wald heraus einen Mannschaftswagen der Polizei mit Schleudern und Feuerwerkskörpern beschossen hatten. Das sei "abscheulich", sagte ein Sprecher. "Da saßen Menschen drinnen." Man habe auch sogenannte Krähenfüße, mit denen die Reifen der Mannschaftwagen aufgeschlitzt werden sollten, gefunden.

Klima-Aktivisten formen "rote Linie" gegen Braunkohle FOTO: dpa, sab

Zuvor hatten Braunkohlegegner friedlich mit einer Menschenkette für einen deutschlandweiten Kohleausstieg protestiert. Rot gekleidet bildeten sie eine zwei Kilometer lange Linie, um dem Energiekonzern RWE zu signalisieren: "Bis hierher und nicht weiter". Beteiligt waren Spitzenpolitiker der Grünen, sowie die Umweltverbände BUND, Greenpeace und die Umwelt-Allianz Deutschland.

Einen ausführlichen Bericht vom Samstag lesen Sie hier.

(hpaw/lnw)
 
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