| 09.18 Uhr

Proteste gegen Braunkohle
Naive Aktivisten

Klimacamp 2017 in Erkelenz: Braunkohle-Gegner üben zivilen Ungehorsam
Meinung | Erkelenz/Grevenbroich. Die zahlreichen Protestaktionen der Braunkohle-Aktivisten haben den Betrieb in den Tagebauen und Kraftwerken teils zum Erliegen gebracht. Bislang kam es erfreulicherweise nicht zu gewaltsamen Ausschreiten. Die Aktionen der Aktivisten sind indes an Naivität nicht zu überbieten.  Von Markus Plüm

Dass es bei den Protesten gegen den Braunkohle-Tagebau bislang nicht zu gewaltsamen Ausschreitungen kam, ist zwar erfreulich. Trotzdem muss das Vorgehen der selbst ernannten Klimaschützer konsequent verfolgt und bestraft werden. Wer bereits im Vorfeld Gesetzesübertretungen und zivilen Ungehorsam ankündigt und dabei Delikte wie Hausfriedensbruch in Kauf nimmt, muss auch mit den juristischen Konsequenzen leben.

Darüber hinaus sind die Aktionen der Aktivisten an Naivität nicht zu überbieten. Wer glaubt denn wirklich, durch das Besetzen eines Baggers oder das Blockieren von Gleisen könne der Braunkohleabbau auch nur ansatzweise schneller zu einem Ende gebracht werden? Das eigentliche Ziel, so schnell wie möglich von der Braunkohle als Energieträger wegzukommen, ist richtig und wichtig. Allerdings verhindern derart radikale Positionen jeden vernünftigen Dialog und konterkarieren dadurch das Anliegen der Aktivisten.

Quelle: RP
 
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