| 10.20 Uhr

Übergriffe von Köln
"Dann wäre die Nacht anders verlaufen"

Übergriffe in Köln: Was wir wissen – was wir nicht wissen
Übergriffe in Köln: Was wir wissen – was wir nicht wissen
Köln. In der Silvesternacht schoben 200 Bundespolizisten aus NRW wegen der Flüchtlingskrise Dienst in Bayern. Nach Einschätzung der Polizeigewerkschaft trug Personalmangel dazu bei, dass die Dinge derart außer Kontrolle geraten konnten.

Nach Einschätzung der Deutschen Polizeigewerkschaft wären die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln nicht derartig eskaliert, wenn nicht 200 Bundespolizisten aus NRW wegen der Flüchtlingskrise in Bayern im Einsatz wären. 

"Sie hätten den bedrängten Kollegen in Köln zu Hilfe kommen können. Dann wäre die Nacht anders verlaufen", sagte Ernst Walter, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft.

Elf von 14 Revieren der Bundespolizei in NRW seien in den vergangenen Monaten nur zeitweise besetzt gewesen. "Zu diesen massiven Einschränkungen – manchen Dienststellen steht nur rund die Hälfte des eigentlichen Personals zur Verfügung – ist es gekommen, weil rund 200 Beamte in Bayern ihren Dienst tun", erklärte Walter.

Die Einschätzung steht allerdings im Widerspruch zu Angaben der Landespolizei von Freitag. Nach Darstellung eines Sprechers hätten drei auf verschiedene Standorte - Aachen, Wuppertal und Gelsenkirchen - verteilte Züge einer Einsatz-Hundertschaft zeitnah nach Köln geführt werden können, wurden aber nicht angefordert.

Die Leitstelle in Duisburg habe mit Kölner Verantwortlichen in ständigem Kontakt gestanden. Von der Kölner Polizei war dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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