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Fälle in NRW
LKA warnt vor Anrufen falscher Microsoft-Mitarbeiter

Die Maschen der Trickbetrüger
Die Maschen der Trickbetrüger FOTO: dpa, frg fpt
Düsseldorf. Das LKA warnt vor einer neuen Betrügermasche in NRW: Demnach rufen falsche Microsoft-Mitarbeiter an und geben vor, die Computer der Opfer seien von einem Virus befallen. So verschaffen sich die Täter Zugriff auf die Bankdaten. 

Die Masche der Trickbetrüger läuft in der Regel so ab: Die meist englischsprachigen Anrufer geben sich als angebliche Microsoft-Support-Mitarbeiter aus. Sie weisen ihre Opfer auf einen vermeintlichen Virenbefall ihres Computers mit Schadsoftware hin. Teilweise soll auch angeblich ein Versagen des Betriebssystems des Opfer-Rechners unmittelbar bevorstehen.

So schützen Sie sich vor Schock-Anrufen

Gegen eine Geldzahlung (meist zwischen 80 und 200 Euro) bieten die Täter dann die Reparatur und eine Fernwartung des Computers sowie eine lebenslange Garantie an. Dazu soll das Opfer ein entsprechendes Programm von einer Internetseite herunterladen und auf dem Computer installieren. Dieses Programm ermöglicht es den Tätern, weitere Manipulationen am Computer des Opfers vorzunehmen. So können zum Beispiel Bank- und Kreditkarten-Daten ausgespäht oder der Computer komplett gesperrt werden.

Laut den Experten des Cybercrime-Kompetenzzentrums des LKA NRW findet diese sogenannte "Pishing-Variante" zur Zeit häufiger statt. Das habe bereits zu Schäden bei arglosen Computer-Nutzern geführt. 

Schutz vor Trickbetrügern an der Wohnungstür FOTO: Franz-Heinrich Busch

Die Experten raten, solche Telefonate sofort zu beenden. Es sollen keine sensiblen Daten am Telefon preisgegeben werden und unter keinen Umständen eine Software installiert werden, wenn man am Telefon dazu aufgefordert wird. Wenn man jedoch den Anrufern bereits Zugang zum Computer verschafft und Geld bezahlt haben, sollten man diesen sofort vom Internet trennen, einen Experten das Gerät gründlich überprüfen lassen und Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

 

(skr)
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