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Große Rauchwolke
Brand zerstört Lagerhalle mit Betten und Matratzen in Löhne

Lagerhalle in Löhne brennt
Lagerhalle in Löhne brennt FOTO: dpa, frg hjb
Löhne. Ein Großbrand hat eine Lagerhalle in Löhne bei Herford zerstört. Am Mittwochabend stand eine große Rauchwolke über der Halle. Die Löscharbeiten dauerten auch am Donnerstag noch an. Anwohner sollten Fenster und Türe geschlossen halten.

Ein Großbrand hat eine Lagerhalle in Löhne bei Herford zerstört. "Die Halle ist ein Totalschaden und bis auf einen kleinen Teil komplett ausgebrannt", sagte der Löschzugführer der Feuerwehr, Reinhard Sieker, am Donnerstagmorgen. 180 Einsatzkräfte brachten das Feuer, das am Mittwochabend ausgebrochen war, in der Nacht unter Kontrolle. In dem etwa 5000 Quadratmeter großen Gebäude seien Betten, Matratzen und verschiedene Waren eines Onlineshops gelagert worden. "Die Schadenshöhe und die Brandursache sind noch unklar", sagte Sieker. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

Eine große Rauchwolke hatte am Abend über der Halle gestanden. Die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz riefen die Anwohner in der Nacht über Twitter und ein Online-Warnsystem dazu auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Sowohl in Löhne als auch wenige Kilometer weiter in Bad Oeynhausen wurden regelmäßig Messungen durchgeführt. "Es war aber alles sauber", sagte der Leiter der Feuerwehr Löhne, Ralf Krause, in der Nacht. "Das war schon eine extreme Brandausbreitung. Aber es gab zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung."

Vier Nachbarn mussten in Sicherheit gebracht werden

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Brandes auf ein benachbartes Geschäft mit Küchen und einen weiteren Betrieb verhindern. "Das hätte schon noch gefährlich werden können", sagte Krause. Vier Bewohner eines Hauses in der Nähe der Lagerhalle mussten während des Einsatzes ihre Wohnung verlassen, konnten aber nach einiger Zeit wieder zurückkehren.

Der Brand war gegen 22.30 Uhr am Mittwochabend ausgebrochen. Die Feuerwehr Löhne wurde bei den Löscharbeiten von Einheiten aus den Nachbarorten unterstützt. Ein Bagger musste in der Nacht einsturzgefährdete Außenwände der Halle abreißen, damit die Einsatzkräfte an die Flammen im Inneren des Gebäudes gelangen konnten. Am Donnerstagmorgen löschte die Feuerwehr die letzten Glutnester. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand, in der Halle waren beim Eintreffen der Einsatzkräfte keine Menschen mehr.

(lsa/lnw)