| 18.15 Uhr

Trauerfeier
Abschied vom Schützenkönig

Schützenkönig stirbt durch Kanonenschuss
Schützenkönig stirbt durch Kanonenschuss FOTO: dpa, bt lof
Marsberg. Dieser Unfall auf einem Schützenfest im Sauerland hat viele bewegt: Bei Salutschüssen lösten sich Metallteile aus Kanonen und trafen den Schützenkönig tödlich. Jetzt hat es die Trauerfeier geben. Die Anteilnahme war enorm.

Eine Woche nach dem Tod eines Schützenkönigs bei Böllerschüssen im Sauerland haben Hunderte Menschen dem 30-Jährigen die letzte Ehre erwiesen. Zu einem Trauergottesdienst in Marsberg seien etwa 900 Menschen gekommen, sagte der Vorsitzende der Schützenbruderschaft St. Magnus Niedermarsberg 1843, Michael Martin, am Samstag.

Wegen des großen Andrangs wurde die Trauerfeier auf den Platz vor der Kirche übertragen. Der 30-Jährige war am vergangenen Samstag beim Auftakt eines Schützenfestes während Salutschüssen von einem Kanonenteil getroffen worden. Metallteile hatten sich von zwei Kanonen gelöst und trafen den Schützenkönig in den Bauch. Er starb wenig später in einem Krankenhaus. Von der Trauerfeier hatten zunächst verschiedene Medien berichtet.

So funktioniert eine Böller-Kanone. Ein Klick auf das Bild führt zur Vollansicht. FOTO: RP

Es dauert noch lange, bis in Marsberg wieder normaler Alltag herrschen kann. "Marsberg ist ruhig, Marsberg ist tot", sagte Schützenoberst Michael Martin nach dem Unfall. "Wir sind alle im Schockzustand. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll." Das dreitägige Schützenfest wurde abgesagt.

Nach dem tödlichen Zwischenfall ermitteln inzwischen auch Polizei und Staatsanwaltschaft gegen mehrere Schützenbrüder wegen des Verdachtes auf fahrlässige Tötung. Gutachter sollen den Unfall sogar nachstellen.

Dieser Unfall hat auch Auswirkungen auf andere Schützenfeste in NRW. Die Schützen vieler Vereine haben sich darauf geeinigt, auf das Böllern zu verzichten

(dpa)
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