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Großeinsatz der Feuerwehr
Brandanschlag auf Zeugen Jehovas in Menden

Menden: Brandanschlag auf Zeugen Jehovas
Feuerwehrleute sind in Gemeindehaus der Zeugen Jehovas im Einsatz. FOTO: dpa, pse lof
Menden. Unbekannte haben am Montagabend einen Brandanschlag auf ein Gemeindehaus der Zeugen Jehovas in Menden verübt. Laut Feuerwehr wurden an mehreren Stellen außerhalb des Gebäudes kleine Feuer gelegt. Außerdem fanden die Einsatzkräfte ein weißes Pulver, das sich aber als ungefährlich herausstellte.

Das unbekannte weiße Pulver war den Einsatzkräften im Eingangsbereich des Gebäudes aufgefallen. Die Einsatzstelle wurde daraufhin weiträumig gesperrt und eine Spezialeinheit aus Dortmund alarmiert. Die sogenannte Analytic Task Force baute an der Unfallstelle ein mobiles Labor auf und führte eine Analyse des weißen Pulvers durch. "Die Analyse hat ergeben, dass der Stoff ungefährlich ist", sagte ein Sprecher der Feuerwehr Menden. Worum es sich genau handelte, wollte die Feuerwehr zunächst nicht sagen. Der Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf.

Nordrhein-Westfalen hatte die Zeugen Jehovas im Februar als letztes Bundesland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Damit ist die Glaubensgemeinschaft den großen Kirchen gleichgestellt. Die umstrittene Religionsgemeinschaft war 2006 in Berlin nach langem Rechtsstreit erstmals von einem Bundesland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt worden. In Deutschland gibt es laut Zeugen Jehovas gut 200.000 Mitglieder. Kritiker monieren, die Gemeinschaft sei eine "autoritäre Sekte" und eine "restriktive Organisation", die blinden Gehorsam erwarte und ihre Mitglieder sozial isoliere.

(lsa/mro/veke/lnw)