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Deutscher Mieterbund schlägt Alarm
NRW bei Nebenkosten trauriger Spitzenreiter

Neun Fragen zum Thema "Betriebskosten"
Neun Fragen zum Thema "Betriebskosten" FOTO: gms
Düsseldorf . Nach Berechnungen des Deutschen Mieterbunds müssen Mieter in NRW für ihre Nebenkosten besonders tief in die Tasche greifen. Sie lagen mit durchschnittlich 2,44 Euro je Quadratmeter und Monat deutlich über dem bundesweiten Vergleichswert von 2,17 Euro.

Das teilte der Deutsche Mieterbund am Montag in Düsseldorf mit. NRW zähle damit zu den bundesweiten Spitzenreitern, sagte Sprecherin Silke Gottschalk. Die Werte wurden auf der Grundlage von Nebenkostenabrechnungen des Jahres 2015 errechnet. Aktuellere Daten liegen derzeit nicht vor. Der Mieterbund rechnet für 2016 und 2017 aber nicht mit weiteren deutlichen Anstiegen.

Ein Grund für die hohe Belastung in NRW seien vor allem Unterschiede bei kommunalen Gebühren etwa für Grundsteuer, Straßenreinigung oder Müllbeseitigung. Vor allem von 2014 bis 2015 waren die durchschnittlichen Mietnebenkosten in Nordrhein-Westfalen deutlich um 44 Cent je Monat und Quadratmeter angestiegen.

Viele Wohnungsbaugesellschaften in NRW

Hinzu komme der hohe Anteil von großen Wohnungsbaugesellschaften in NRW, erklärte der Mieterbund. Diese nutzten besonders umfassend die rechtlichen Möglichkeiten, Nebenkosten an die Mieter umzulegen.

Die Mietnebenkosten setzen sich in der Regel etwa zur Hälfte aus Kosten für Heizung und Warmwasser sowie aus sonstigen Kosten etwa für kommunale Gebühren, Hausmeister, Gartenpflege, Aufzug oder Versicherungen zusammen.

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Nach den Erfahrungen des Mieterbundes sind die Nebenkosten meist der größte Zankapfel bei Konflikten zwischen Mietern und Vermietern.

(felt/lnw)
 
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